Vor rund sechs Wochen hat der 13-jährige Engländer Alfie Patten weltweit Schlagzeilen gemacht: Der Milchbubi hatte angeblich mit seiner 15-jährigen Freundin ein Kind gezeugt. Nun aber soll ein Gen-Test bewiesen haben, dass Alfie doch nicht der Vater der kleinen Maisie ist.
Schon kurz nach Bekanntwerden der Meldung hatte ein anderer Junge behauptet, er habe ebenfalls mit Chantelle Steadman geschlafen. Immer mehr Jungen hatten sich gemeldet, die ebenfalls mit dem Mädchen geschlafen haben wollten. Chantelle hatte steif und fest behauptet, sie habe nur mit Alfie geschlafen, an den sie auch ihre Jungfräulichkeit verloren habe.
Nachdem sie von der Schwangerschaft erfahren hatten, entschlossen sich die zwei Teenager gegen eine Abtreibung. Damals erzählt der Junge den Boulevardzeitungen noch, er wolle seiner Tochter ein guter Vater werden.
Als schließlich immer mehr Jugendliche behaupteten, sie hätten ebenfalls mit Chantelle geschlafen, hat sich Alfie wohl zu dem Vaterschaftstest durchgerungen. Er sollte endgültig beweisen, dass er der Vater von Maisie ist. Ergebnis des Tests: Er ist auf keinen Fall der Vater. Für den Jungen soll eine Welt zusammengebrochen sein.
Im Februar hatte eine Richterin erst entschieden, dass das Ergebnis des DNS-Tests geheim bleiben solle. Schließlich seien die drei Hauptbeteiligten Kinder und hätten ein Recht auf ihre Privatsphäre. Trotzdem ist das Ergebnis des Tests jetzt über das Boulevardblatt “Daily Mirror” an die Öffentlichkeit gedrungen.
Die Geschichte der zwei Jugendlichen hat in Großbritannien die sowieso ständig schwelende Diskussion um Teenager-Schwangerschaften neu angeheizt. Wahlweise werden die Eltern der Kinder verantwortlich gemacht oder die Teenager selbst; für manche sind sowohl Alfie als auch Chantelle Opfer der Medien und des modernen Lebens, für andere sind die zwei selbst “genauso moralisch verdorben wie Investment-Banker”.





