Spielzeughersteller Mattel muss eine Strafe in Rekordhöhe zahlen, weil er mit Blei verseuchtes Spielzeug aus China in den Umlauf gebracht hat.
Für seine Unachtsamkeit oder sogar einen krassen Gesetzesbruch muss der amerikanische Spielzeughersteller Mattel jetzt teuer bezahlen: Die US-amerikanische Verbraucherschutzkommission CPSC (Consumer Product Safety Commission) hat gegen das Unternehmen eine Strafe in Höhe von 2,3 Millionen Dollar Strafe werhängt, weil es mit Blei belastetes Spielzeug in den Umlauf gebracht hatte.
Mattel und sein Tochterunternehmen Fisher Price sollen zwischen September 2006 bis August 2007 über zwei Millionen in China hergestellter Spielzeuge importiert. Nachdem bekannt wurde, dass der Bleigehalt der Spielzeuge erhöht war, hatte Mattel weltweit die Spielzeuge zurückgerufen.
Der Vorsitzende der CPSC meinte, die Strafe in Höhe von etwa 1,7 Millionen Euro solle deutlich machen, dass seine Behörde der Sicherheit der Kinder verpflichtet sei. Wie in der Zeit Online zu lesen ist, wollen weder Mattel noch Fisher Price wissentlich gegen geltende Gesetze verstoßen haben.
Das Spielzeug, darunter fast eine Million Spielzeugautos und zahlreiche Accessoires für die beliebten Barbie-Puppen, war mit bleihaltigen Farben behandelt worden. Die CPSC ist sicher, dass der Konzern wissentlich gegen das Gesetz verstoßen hat; Mattel streitet das zwar ab, hat sich aber trotzdem auf den Vergleich eingelassen, der das Unternehmen nun so viel Geld kostet.
Nach diesem Skandal will China auf bleihaltige Farben verzichten – zumindest bei Exportartikeln für die Vereinigten Staaten. Blei kann sich bei dauerhafter Aufnahme im Körper anreichern und zu Vergiftungen führen.
Verbraucherschützer warnen auch bei uns immer wieder vor in Billiglohnländern hergestellten Spielwaren, bei denen nicht die strengen Sicherheitsvorschriften eingehalten werden die bei uns gelten.
Wer beim Spielzeugkauf für Kinder auf Nummer Sicher gehen will, der sollte unter anderem auf das TÜV-Siegel oder auf das “spiel gut”-Siegel achten. Das CE-Zeichen kann vom Hersteller selbst “verliehen” werden, wird aber nicht von unabhängiger Seite überprüft. Verdächtig sind auch Spielzeuge mit einem starken “Plastik”-Geruch der nicht verfliegt, oder wenn sich die Farbe leicht abreiben lässt.






Es ist ja wirklich ungeheuerlich, was Mattel sich hier geleistet hat. Ich habe letztens von der Nachricht auf www.finanznachrichten.de gelesen und da steht außerdem, dass es sich hier um eine Rekordstrafe handelt, wie es sie in der Branche noch nie zuvor gegeben hat. Wenn ich überlege, dass meine Kinder mit solch giftigen Spielsachen in Kontakt kommen könnten läuft es mir wirklich kalt den Rücken herunter…