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Müttern geht es nicht überall gut

Mittwoch, 05.05.2010 von Alexandra

Die Organisation “Save the children” ist nach eigenen Angaben die größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt. Ziel von “Save the children” ist es, das Leben von Kindern auf der ganzen Welt “sofort und dauerhaft” zu verbessern.

Gerade zu Anfang ihres Lebens ist die Gesundheit und Sicherheit von Kindern untrennbar mit der Gesundheit ihrer Mütter verknüpft. Deswegen veröffentlich die Organisation jedes Jahr eine Rangliste, die die Lage von Müttern in den verschiedenen Ländern dokumentiert. Kriterien für die Einordnung sind dabei die Gesundheitsversorgung, gezahlte Löhne und die Bildungsmöglichkeiten. Bewertet wurden dieses Jahr 43 Industrieländer und 117 Entwicklungsländer.

Aus der aktuellen Liste – immerhin schon dem elften “Mothers’ Index” der Organisation - ist ersichtlich, dass die Lage der Mütter in Norwegen und Australien am besten ist. Deutschland schafft es immerhin noch auf den zehnten Platz unter den 160 Ländern, den letzten Platz belegt Afghanistan.

Die Unterschiede zwischen Spitzenreiter und Schlusslicht sind drastisch: Bei Geburten ist in Norwegen praktisch immer Fachpersonal anwesend – in Afghanistan nur bei 15 von 100 Geburten, in Äthiopien sogar nur bei 6 von 100.

Zweifellos damit verbunden ist die Müttersterblichkeit während der Schwangerschaft und bei bzw. nach der Geburt: In Niger stirbt eine von 7 Müttern, ähnlich hoch sind die Zahlen in Afghanistan und in Sierra Leone. In Irland beispielsweise liegt die Müttersterblichkeit bei weniger als eins zu 47.600.

Ähnlich düster sieht es bei der Kindersterblichkeit aus: In Afghanistan erlebt eines von vier Kindern seinen fünften Geburtstag nicht. In europäischen Ländern, etwa Island oder Schweden, stirbt nur eines von 333 Kindern vor seinem fünften Geburtstag.

Besonders drastisch ist der Unterschied laut der “Save the children“-Liste auch im Bereich Bildung: In Afghanistan besuchen Mädchen die Schule im Durchschnitt nur fünf Jahre lang, die durchschnittliche Australierin genießt 20 Jahre Bildung.

Wenig überraschend ist die Benachteiligung beim Arbeitslohn. Extremes Negativbeispiel dafür ist Palästina, wo Frauen nur 12 Prozent des Lohns der Männer erhalten.

Die USA landen übrigens nur auf dem 28. Platz, vor allem wegen der hohen Müttersterblichkeit, eine der höchsten der Industrieländer: 1 von 4.800 Müttern stirbt im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt.

Die 10 besten Länder für Mütter:
Norwegen, Australien, Island, Schweden, Dänemark, Neuseeland, Finnland, Niederlande, Belgien und Deutschland.

Die zehn schlechtesten Länder für Mütter:
Afghanistan, Niger, Tschad, Guinea-Bissau, Jemen, Demokratische Republik Kongo, Mali, Sudan, Eritrea, und Äquatorialguinea.


 

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