Es wird wohl niemand bestreiten, dass die Hormone einen großen Anteil daran haben, wie man sich fühlt und die Welt sieht. Frauen erfahren das monatlich am eigenen Leib, wenn die Hormone sich während des Zyklus ändern, und damit manchmal die komplette Weltsicht.
Zwei Wissenschaftlerinnen aus dem englischen Sheffield sind überzeugt, dass Frauen sich sogar selbst gewissermaßen ein hormonelles Bein stellen: Die Einnahme der Anti-Baby-Pille verändert die Wahrnehmung der Frauen so, dass plötzlich andere Männer interessant werden, die sich die “naturbelassene” Frau so vielleicht nicht ausgesucht hätte.
Wie die Süddeutsche berichtet, sind Alexandra Alvergne und Virpi Lummaa überzeugt, dass die Frauen sich ohne die Pille andere Männer aussuchen würden, die viel besser zu ihnen passen würden, zumindest im Sinne der Evolution: Sie würden mit ihnen wohl gesündere Kinder zeugen.
Um den Eisprung herum haben Frauen normalerweise eine Vorliebe für besonders maskuline Männer, die ihnen selbst nicht ähnlich sind. Dieser starke Unterschied sorgt dafür, dass der Nachwuchs eine möglichst breit gefächerte Palette an Abwehrfähigkeiten erbt, deswegen robuster ist, in der Wildnis also eher überlebensfähig ist und sich daher mit größerer Wahrscheinlichkeit fortpflanzen wird. Genau das ist ja das Ziel der Evolution.
Durch die Hormone in der Pille wird dem Körper aber eine Schwangerschaft vorgegaukelt, in dem Frauen angeblich mehr auf unterstützende Männer reagieren, mit denen sie mehr harmonisieren. Die Chancen auf komplett anderes Erbgut sollen in diesem Fall geringer sein.
Unterschiede ziehen sich wohl wirklich an, aber nur solange die Pille nicht mit im Spiel ist …





