Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat mitgeteilt, dass im März 2009 rund 416.000 Kinder unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen betreut wurden. Dazu zählen auch die anderen Formen öffentlich geförderter Kindertagespflege, also etwa Tagesmütter oder Tagesväter.
Im März des vergangenen Jahres waren es noch 53.000 Kinder weniger in den Tageseinrichtungen. Bundesweit liegt der Anteil an betreuten Kinder inzwischen bei über 20 Prozent. Nach Willen des Gesetzgebers sollen bis 2013 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren in Tageseinrichtungen wie etwa Kinderkrippen betreut werden.
Wie üblich hat das Destatis die Zahlen nach den einzelnen Bundesländern, aber auch nach Ost- und Westdeutschland aufgeschlüsselt, besser gesagt nach “Früheres Bundesgebiet ohne Berlin” und “Neue Länder ohne Berlin”.
Daraus wird ein großer Unterschied ersichtlich: In Ostdeutschland werden 46 Prozent aller Kinder unter drei Jahren betreut, in Westdeutschland nur 14,6 Prozent. Nach reinen Zahlen betrachtet, entsteht allerdings ein ganz anderer Eindruck: In Westdeutschland werden 240.000 Kinder in der entsprechenden Altersgruppe betreut, in Ostdeutschland 137.000.
Der Spitzenreiter bei der Kinder-Betreuung ist Sachsen-Anhalt mit 55,1 Prozent (28.500 Kinder). In Nordrhein-Westfalen hingegen finden sich nur 11,6 Prozent (52.500) der Kinder unter drei Jahren in einer Tageseinrichtung oder bei Tageseltern.
Übrigens umfassen die Zahlen nicht nur mit öffentlichen Mitteln geförderte Kindertagesstätten. Auch die Tagesmütter, die für ihre Arbeit vom Jugendamt Geld erhalten oder aber vom Jugendamt vermittelt werden, gehen in diese Statistik ein.
Komplett privat vermittelte und bezahlte Tageseltern oder gar Kinder, die von Kindermädchen betreut werden, tauchen deswegen in diesen öffentlichen Zahlen nicht auf; eine Schätzung der “Dunkelziffer” privater Betreuung ist schwierig bis unmöglich.





