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Achtung, verstecktes Koffein!

Freitag, 08.01.2010 von Alexandra

Es ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit: Kinder bekommen keinen Kaffee. Das ist meist nicht schwer durchzusetzen, weil den wenigsten Kindern das bittere Gebräu schmeckt. Der unangenehme Geschmack ist von Vorteil, weil der Kaffee Koffein enthält, das bei Kindern schon in kleinen Mengen Probleme verursachen kann.

Schon ganz wenig Koffein kann bei Kindern Herzrasen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Nervosität auslösen. Generell sollen Kinder deswegen kein Koffein zu sich nehmen. So wird das zumindest bei uns empfohlen, in anderen Ländern gibt es Grenzwerte für Koffein, die bei Kindern nicht überschritten werden sollten. In Kanada etwa sollen Vorschulkinder täglich nicht mehr als 45 Milligramm Koffein zu sich nehmen, berichtet das Gesundheitsportal Onmeda.

Abgesehen davon dass Menschen unterschiedlich stark auf Koffein reagieren, ist das für Eltern auch schwer abzuschätzen – wer weiß schon genau, wie viel Koffein eine Tasse Kaffee enthält, bzw. auf welche Tassengröße sich das bezieht? Bei Tee, der ja auch Koffein enthält, kann der Koffeingehalt pro Tasse je nach Art der Zubereitung zwischen 20 und 50 Milligramm schwanken.

Noch kniffliger wird es bei Lebensmitteln, die “verstecktes” Koffein enthalten. Bei Cola ist allgemein bekannt, dass es Koffein enthält. Es sollte aber schon wegen des hohen Zuckergehalts nur den ganz hohen Feiertagen vorbehalten bleiben. Richtiggehend gefährlich sind die beliebten Energy Drinks, die ebenfalls große Mengen an Koffein und Zucker enthalten. Teilweise enthält eine Portion eines “Energy Shots” bis zu dem dreifachen Koffeingehalt einer Tasse Kaffee. Zum Decken des täglichen Flüssigkeitsbedarfs sind solche Getränke auf keinen Fall geeignet.

Auf den ersten Blick harmloser sind andere Getränke, etwa Eistee, der oft Schwarzteekonzentrat enthält und daher für Kinder eigentlich ungeeignet ist. Auch hier sollte man den Zuckergehalt beachten – der süße Eistee ist als Dauergetränk für Kinder ungeeignet, vor allem bei Kleinkindern, die ihn aus der Flasche trinken und so unwissentlich Gesundheit ihrer  Zähne gefährden. Auch Mate-Tee sollte für Kinder noch tabu sein.

Noch schlimmer: Sogar manche rezeptfreien Erkältungsmittel und andere Medikamente in der Hausapotheke enthalten Koffein, weil es das “subjektive Wohlbefinden” verbessern soll. Auf Nummer Sicher kann man hier gehen, wenn man sich vom Kinderarzt geeignete Arzneimittel verschreiben oder empfehlen lässt.


 

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