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Arme Eltern, dickes Kind

Mittwoch, 04.08.2010 von Alexandra

Im Rahmen der Kieler Adipositas-Präventsionsstudie (KPOS) wurden die Daten von rund 16.000 Kindern aus Kiel ausgewertet. Dabei hat sich herausgestellt, dass der Anteil der übergewichtigen Kinder steigt, wenn das Einkommen der Eltern sinkt.

Dieser Effekt ist bei deutschen Kindern ebenso zu beobachten wie bei Kindern mit Migrationshintergrund. Allerdings liegen die Zahlen der übergewichtigen Kinder in den Migrantenfamilien deutlich höher.

Zum Vergleich: Der Anteil übergewichtiger Kinder (im Alter von sechs bis vierzehn Jahren) liegt in deutschen Familien mit einem Haushaltsnettoeinkommen von unter 1000 Euro pro Monat bei 18 Prozent, bei einem Haushaltsnettoeinkommen von 100 bis 2000 Euro bei 14 Prozent, und bei einem Haushaltsnettoeinkommen von über 2000 Euro bei acht Prozent. Bei Kindern aus Migrantenfamilien liegt der Anteil, in den gleichen Einkommensgruppen, bei jeweils 26, 28 und 17 Prozent.

Ähnliche Unterschiede gibt es beim Fernsehkonsum (17, 10 und fünf Prozent bei Deutschen; 50, 33 und 19 Prozent bei Migranten) und auch bei einer von der Studie als ungesund eingestuften Ernährung.

Die Studie belegt damit den Zusammenhang zwischen einem niedrigen Einkommen und Übergewicht, der vermutlich mit der Ernährung zusammenhängt. Zudem stellt sich heraus, dass die Lage für nichtdeutsche Kinder in jeder Hinsicht ungünstiger ist. Die Autoren der Studie fordern nun, dass diese Erkenntnisse in den zukünftigen Präventionsprogrammen berücksichtigt werden sollen.

Ein weiteres Ziel der Studie war es, die Wohnumgebung als Einfluss auf das Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen zu untersuchen, ob es also ausreichende Freizeit- und Bewegungsangebote gibt.


 

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NEUESTE KOMMENTARE:

 

  • Arme Eltern, dickes Kind | 4.08.2010 um 10:40

    [...] post by Alexandra Wir danken den Original-Autoren für die Bereitstellung ihrer RSS-Feeds. Sollten Sie die [...]

     

  • Sabine | 20.08.2010 um 15:52

    Das bestätigt die These, dass es hinsichtlich der Ernährung an den Schulen mehr Aufklärung und auch Praxisschulung für die Kinder geben sollte. Wir koche ich gesunde? Was ist überhaupt gesund und ungesund? Wenn die Eltern zuhause nicht die Möglichkeit haben oder die finaziellen Mittel, sollten Kinder zudem in den Schulen gesunde Pausensachen und Mittagessen angeboten bekommen. Einen Artikel über Kinderernährung gibt es von mir auch auf Jameda: http://www.jameda.de/blog/ernaehrung/10-gute-tipps-rund-um-kinderernaehrung/ Evtl. sind für den ein oder anderen gute Tipps dabei. VG

     

  • Anja | 16.09.2010 um 13:28

    Die Studienergebnisse fördern mal wieder die Unterschiede in diesem Land traurig zutage. Gesunde Ernährung ist teuer. Kein Wunder, dass Übergewicht in Zusammenhang mit dem Einkommen steht. Immer wieder hört und liest man, dass gesundes Essen nicht teuer ist, aber die hohen Preise für Obst und Gemüse sprechen eine andere Sprache.

     

 

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