Stillen ist eine preiswerte und praktische Weise ein Kind zu ernähren. Vor allem aber schützt die Muttermilch das Kind in den ersten Monaten vor vielen Krankheiten in einer Weise, die industriell hergestellte Fertignahrung nicht nachahmen kann.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, Kinder mindestens sechs Monate lang voll zu stillen, damit sie in den Genuss der vielen Gesundheitsvorteile kommen.
Muttermilch ist die beste Nahrung für das Baby, das müssen sogar die Hersteller von Babynahrung zähneknirschend anerkennen.
Es gibt sogar Hinweise darauf, dass Stillen Kinder davor bewahrt, in späteren Jahren übergewichtig und zuckerkrank zu werden. Schon lange steht jedenfalls fest, dass Babys über die Muttermilch wichtige Substanzen aufnehmen, die sie vor Krankheiten wie Allergien und auch Asthma schützen.
Kanadische Wissenschaftler haben unter der Leitung von Dr. Anita Kozyrskyj, eine Asthma-Expertin der University of Alberta, den Zusammenhang von Ernährung und Asthma untersucht. An ihrer Studie nahmen 700 Kinder teil. Die Forschungsergebnisse belegen: Gestillte Kinder erkranken wirklich seltener an Asthma – aber nur, wenn sie nur selten Fast Food essen.
Die Hälfte der teilnehmenden Kinder aßen regelmäßig und öfter als zweimal pro Woche Fast Food. Die Wissenschaftler folgern daraus, dass Fast Food den Asthmaschutz aushebelt, den Muttermilch gewährt. Warum Fast Food Asthma begünstigt, steht allerdings nicht fest. Die kanadischen Forscher mutmaßen, dass es an dem hohen Salz- und Fettgehalt liegt.
Schon frühere Studien haben belegt, dass Asthma verstärkt bei Menschen auftaucht, die viel Fast Food essen; andere Studien zeigten, dass Stillen das Asthma-Risiko vermindert. Die kanadische Studie hat aber erstmals belegt, dass Fast Food den Schutz durch das Stillen aufheben kann.
Andere Forschungen von Kozyrskyj weisen darauf hin, dass Kinder, die während des ersten Lebensjahres mit Anibiotika behandelt wurden, ein höheres Asthma-Risiko haben als andere Kinder.





