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Gegen den Heuschnupfen anessen

Dienstag, 12.05.2009 von Alexandra

Allergien verbreiten sich immer mehr, vor allem bei Kindern. Schon knapp ein Drittel aller Kinder soll an einer Allergie leiden. Bisher stand fest: Wenn die Eltern die Allergiegefahr für ihr Kind senken wollen, müssen sie, genauer gesagt die Mutter, bestimmte Lebensmittel während der Schwangerschaft und Stillzeit vermeiden. Auch kleine Kinder sollten noch vor so gefährlichen Lebensmittel-Zeitbomben wie bestimmten Früchten und Nüssen geschützt werden. Am besten würden Kinder sowieso das erste Jahr lang ausschließlich gestillt.

Eines bleibt unverändert: Stillen gilt weiterhin als gute Vorsorge gegen Allergien. Geändert hat sich allerdings die Einstellung von Allergieexperten zum Thema “Lebensmittel vermeiden”. Laut Dr. Hartmut Wewetzer, Leiter des Wissenschaftsressorts des Tagesspiegels, geben Ärzte und Allergie-Spezialisten inzwischen grünes Licht für das Zufüttern ab dem vollendeten vierten Lebensmonat.

Wo früher noch ängstlich alles vermieden wurde, was vielleicht das Allergierisiko für das Baby erhöhen könnte, lautet heute die Zauberformel “ausgewogene Ernährung“. Einer der Auslöser für diesen Richtungswechsel war eine griechische Studie, bei der die Eltern von 700 Kindern nach ihren Ernährungsgewohnheiten befragt wurden.

Ergebnis: Die typisch mediterran ernährten Kinder waren besser gegen Heuschnupfen und, in etwas geringerem Maße, auch gegen Asthma und Hautallergien geschützt. Das bedeutet natürlich auch Freispruch für Fisch, der bisher während der Schwangerschaft, Stillzeit und als Babynahrung vermieden wurde. Jetzt allerdings soll er sogar Allergien vorbeugen können.

Auf jeden Fall positiv an der Meldung: Die Gefahr einer Unterversorgung bei schwangeren oder stillenden Frauen ist geringer. Bisher setzten immer noch viele Frauen aus Angst vor Allergien sich und ihr ungeborenes Kind der Gefahr einer mehr oder weniger drastischen Mangelversorgung aus – das muss jetzt wohl nicht mehr sein. Eier, Nüsse, Fisch, Obst und Hülsenfrüchte werden jetzt sogar empfohlen.

Die Ernährungsberaterin Imke Reese meint, es gebe keinen Grund mehr, Kindern bestimmte Lebensmittel vorzuenthalten: „Im Gegenteil: Die Auseinandersetzung mit der Umwelt ist ausdrücklich gewünscht.“ Irgendwie verständlich – schließlich haben schon vor längerer Zeit mehrere Untersuchungen ergeben, dass Bauernhof-Kinder seltener Allergien haben als Kinder, die in einem “sauberen” Umfeld aufwachsen.


 

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NEUESTE KOMMENTARE:

 

  • Achim Reiner | 12.05.2009 um 13:59

    Sehr interessanter Artikel.Danke für diese ausführliche und eigentlich sehr nützliche Information.Tolle Seite:)

     

 

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