“Hebammen unterwegs – Für Frauen und Familien” lautet das diesjährige Motto des Internationalen Hebammentags. Die rund 17.000 organisierten Hebammen in Deutschland wollen sichtbar machen, wie viele von ihnen täglich im Einsatz sind.
Deswegen werden sie, wie der Deutsche Hebammenverband e.V. (DHV) mitteilt, im Mai “Flagge zeigen”: Eine hellblaue Fahne mit der Aufschrift “Hebamme unterwegs” soll auf Hebammen in Einsatz aufmerksam machen, ganz egal ob sie mit dem Auto, den öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder zu Fuß auf dem Weg zu einer Geburt oder einer ihren vielen anderen Tätigkeiten sind.
Der DHV weißt außerdem darauf hin, dass laut der Weltgesundheitsorganisation WHO Hebammen die bestmöglichen Fachfrauen für die Lebensphasen Familiengründung, Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett sind. Die gute Betreuung durch eine Hebamme wird als Schlüssel für die Gesundheit der ganzen Familie angesehen.
Anlässlich des Internationalen Hebammentages betont die Präsidentin des DHV, Helga Albrecht, dass die kompetente und vor allem persönliche Betreuung durch eine Hebamme durch die “katastrophale” Situation in den Kreißsälen nicht immer gegeben ist. Zum Arbeitsalltag einer Hebamme gehöre Arbeitsüberbelastung und Unterbesetzung in den Kreißsälen.
Auch den ambulant tätigen Hebammen geht nach Aussage von Helga Albrecht “häufig die Luft aus”. Grund dafür seien die steigenden Versicherungsprämien und Betriebskosten, wegen derer die Gebühren für die Leistungen der Hebammen hinter dem tatsächlichen Bedarf zurückblieben.
Wer also heute und in den kommenden Wochen eine hellblau beflaggte Hebamme – oder natürlich einen beflaggten Entbindungspfleger – sieht, sollte sich vielleicht ein paar Gedanken darüber machen, wie viel uns diese hoch qualifizierten Fachleute wert sein sollten.





