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Der Tag der Frühgeborenen

Dienstag, 17.11.2009 von Erik

Wenn man Eltern die Frage stellt, was ihnen bei einem neugeborenen Baby das Wichtigste ist, dann lautet die Antwort eigentlich immer: Hauptsache, das Baby ist gesund! Dies gilt umso mehr bei Frühgeburten, die immerhin 10 Prozent aller Neugeborenen ausmachen. Frühgeburten sind die ganz kleinen Babys, die mehr als zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin, also vor der 38. Schwangerschaftswoche, das Licht der Welt erblicken. Als extrem gefährdet gelten dabei alle Babys, die vor der 33. Schwangerschaftswoche geboren wurden.

Denn besonders diese Frühchen haben ein deutlich höheres Risiko, eine Entwicklungsverzögerung oder langfristig sogar eine Entwicklungsstörung zu erleiden. Eine französische Studie besagt, dass 5 Prozent der extremen Frühchen im Alter von 5 Jahren bereits an einer schweren Behinderung gelitten haben. Sie waren unfähig zu gehen, litten zum Teil an schweren Hör- und Sehstörungen oder waren geistig behindert. Zudem litten fast alle unter einer nicht voll ausgebildeten Lunge, was wiederum zu häufigen Atemwegserkrankungen, Asthma und zu massiven Einschränkungen des Immunsystems führt.

Darunter leiden nicht nur die Babys ihr ganzes Leben lang, sondern auch ihre Eltern. Für die Eltern ist meist schon die Nachricht ihres Arztes, dass sie eine Frühgeburt erwarten, sehr beunruhigend. Ab dem Zeitpunkt der Geburt wird es dann emotional immer schwerer, die Probleme und das Leiden ihres Babys mit ansehen zu müssen. Dazu kommt durch die besondere Betreuung auch noch eine hohe finanzielle Belastung. Diese Belastung, die sich natürlich auch in der allgemeinen Versorgung durch die Krankenkassen fortsetzt, gilt es zu reduzieren. Denn mit der entsprechenden Forschung kann man nicht nur das Leben der Frühgeborenen retten, sondern ihnen auch lebenslange Behinderungen ersparen.

Um dieses Problem langfristig so weit wie möglich zu verringern, hat die Stiftung EFCNI (European Foundation For The Care Of Newborn Infants) den 17. November zum Tag der Frühgeborenen erklärt. Die Ziele der EFCNI sind dabei, ein Bewusstsein für diese menschlichen Tragödien zu schaffen. Zudem wollen sie betroffenen Eltern sowie Ärzten und Wissenschaftlern eine gemeinsame Plattform anbieten. Durch eine Vielzahl an Aktionen und Informationen soll mehr Geld in die Forschung fließen. Denn das langfristige Ziel ist letztlich die Vermeidung von Frühgeburten. Falls es jedoch trotzdem passiert, sollte dann der Gesundheitszustand der Frühgeborenen schnellstmöglich so weit gesteigert werden können, dass das Baby möglichst keine Folgeschäden erleidet.

Zum Tag der Frühgeborenen am 17. November gibt es daher in zahlreichen Kliniken einen Tag der offenen Tür mit Informationsveranstaltungen in Form von Vorträgen, Ausstellungen oder persönlichen Beratungsgesprächen. Wer Interesse an einer solchen Veranstaltung hat, kann sich beim Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ auf dessen Homepage über sämtliche Aktionen in Deutschland sowie über alle teilnehmenden Kliniken informieren.


 

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