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Frühförderung wichtig für autistische Kinder

Freitag, 14.08.2009 von Alexandra

Autistische Kinder scheinen auf frühzeitige Behandlungen gut anzusprechen, so dass sich zentrale Symptome der Krankheit verbessern. Darauf deutet ein Bericht des DIMDI (Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information) hin.

Für den aktuellen “Health Technology Assessment”-Bericht (HTA-Bericht) untersuchte das DIMDI verschiedene Therapieformen und stellte fest, dass eine Behandlung im Vorschulalter Kernprobleme bei Sprache, Sprachverständnis und Kommunikation mindern könne. Wichtig sei dabei aber ein Mindestintensität der Behandlung von 20 Stunden pro Woche. Bei geringerer Behandlungsdauer waren die positiven Effekte weniger ausgeprägt.

Allerdings konnten die Autoren des Berichts nicht feststellen, welche Komponenten der Behandlung genau die wirksamsten waren und welche Behandlungsdauer bzw. –intensität am sinnvollsten sei.

Am erfolgreichsten waren aber die Programme, die der Familie “Kompetenzen im Umgang mit den betroffenen Kindern” vermitteln. Die Kommunikation der Kinder war nach einem Training der Eltern besser als nach einer herkömmlichen Therapie, die sich aus unterschiedlichen Elementen zusammensetzt.

Es gibt auch nicht ausreichend Daten um Aussagen über die Kosten-Effektivität der Intervention in frühen Entwicklungsphasen zu machen, jedoch, so die Autoren, “könnten effektive Therapieprogramme die Gesamtkosten des Autismus langfristig reduzieren, wenn eine später bessere soziale Anpassung die zunächst anfallenden hohen Kosten überkompensiere”. Soll heißen, je besser die Autisten später in der Gesellschaft funktionieren können, desto weniger Kosten verursachen sie.

Autismus ist unheilbare Entwicklungsstörung (nicht zu verwechseln mit Entwicklungsstörungen), die dazu führt dass die an ihr leidenden Menschen Probleme mit der Wahrnehmung und Verarbeitung von Informationen und damit auch vor allem der Kommunikation haben. Die Krankheit wirkt sich auf die gesamte Bandbreite der sozialen Interaktion aus und führt auch zu den typischen stereotypen Verhaltensweisen, wie etwa zwanghaft wiederholten Bewegungen oder Worten.

Die Schwere der Erkrankung kann ganz unterschiedlich sein, manche Autisten wirken einfach nur ein bisschen schüchterner, am anderen Ende des Spektrums stehen schwere geistige Behinderungen.

Über die Ursachen des Autismus ist nicht wirklich viel bekannt, heute werden aber meist genetische Ursachen oder Hirnschädigungen dafür verantwortlich gemacht.


 

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