Startseite Community  
Forum  |   News


Gewichtiges am Donnerstag

Donnerstag, 03.12.2009 von Alexandra

Das Geburtsgewicht wird oft als Anhaltspunkt dafür hergezogen, wie gesund ein Neugeborenes ist. Im Allgemeinen gelten Wonneproppen als gesünder und kräftiger, während eher drahtige Babys oft als schwächlich und gefährdet wahrgenommen werden. Auch über die weitere Entwicklung der Kinder meinen Laien – wie auch Ärzte! – anhand des Gewichts Vermutungen anstellen zu können.

Eine Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung will nun herausgefunden haben, dass Kinder mit niedrigem Geburtsgewicht schneller in die Pubertät kommen. Nach den Daten der Untersuchung kommen Kinder, die bei der Geburt weniger als 3000 Gramm wiegen (der deutsche Durchschnitt liegt bei etwa 3.500 Gramm), einige Monate vor ihren Altersgenossen in die Pubertät kommen. Man sollte meinen, das wäre egal. Allerdings wird eine frühere Pubertät mit einem höheren Risiko für Brustkrebs oder Hodenkrebs in Verbindung gebracht.

Unüberraschenderweise raten die Studienverfasser den Schwangeren, ganz genau, zu einer ausgewogenen Ernährung. Zu dem niedrigen Geburtsgewicht soll es übrigens unter anderem auch dann kommen, wenn Frauen in der Schwangerschaft Diät halten, um nicht übermäßig zuzunehmen. Das “übermäßige” Zunehmen in der Schwangerschaft wird auch für Schwangerschaftsdiabetes verantwortlich gemacht. Damit verbunden werden die Kinder schwerer, was zu Komplikationen bei der Geburt führen kann und angeblich die Grundlagen für späteres Übergewicht des Kindes legen.

Wenn Kinder Übergewicht haben, schrillen beim Arzt oft gleich sämtliche Alarmglocken. Verständlich, denn dicke Kinder von heute werden als die Schwerkranken von morgen gesehen, und damit als Krankenkassenschmarotzer im Anfangsstadium. Kein Wunder also, dass die Behörden in schweren Fällen direkt selbst eingreifen.

In Spanien wurde ein übergewichtiger Junge jetzt mit der Zustimmung seiner Eltern jetzt in ein Heim gebracht. Der Grund: Das Jugendamt schließt auf Verwahrlosung, da der Junge 83 Kilogramm wog –mit damals fünf Jahren. Die Eltern sagen nun, sie hätten sich nicht genug um die gesunde Ernährung ihres nun fast schon zehnjährigen Sohnes gekümmert. Kritiker behaupten allerdings, die Behörden gingen nur deshalb so scharf vor, weil es sich um eine Roma-Familie handelt.


 

Verwandte Beiträge:

 

 

NEUESTE KOMMENTARE:

 

  • Nopf | 16.12.2009 um 15:16

    Gibt es nicht auch Studien die besagen, dass der Eintritt in die Pubertät etwas mit dem Körpergewicht zu tun hat? Also nicht dem Gewicht bei der Geburt, sondern dass Kinder früher in die Pubertät kommen, wenn sie bestimmte Gewichtsgrenzen überschreiten? Wenn diese auf dem Gewicht bei der Geburt basieren würde das ja gut zusammen passen.

     

  • Alexandra | 18.12.2009 um 10:03

    Hallo Nopf,

    ich denke, was du meinst ist der Beginn der Menstruation. Der wird wahrscheinlich vom Gewicht, bzw. vom Körperfett mitbestimmt. Das ist zumindest die aktuelle Meinung der Wissenschaft.
    Das liegt wahrscheinlich daran, dass der Körper eine Schwangerschaft durchhalten kann, wenn er eine bestimmte Fettmenge als Energiereserve hat. Dann kann also auch die Menstruation einsetzen - die ja bei Magersüchtigen ausbleibt, ebenso bei Sportlerinnen mit sehr geringem Körperfettanteil.

    Alexandra

     

 

Eine Antwort hinterlassen

 
 
 
Blogdienste:
  • Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
  • Bloggeramt.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de
  • Blog Verzeichnis Blog Verzeichnis