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Hörscreening für Babys

Montag, 16.02.2009 von Alexandra

Hören ist nicht nur für sich genommen wichtig. Es ist auch eine wichtige Vorbedingung, damit Babys sprechen lernen können. Aber was, wenn das Kind nur schlecht oder vielleicht gar nicht hört? Wie lässt sich das überhaupt feststellen?

Damit eine angeborene Hörstörung möglichst frühzeitig erkannt werden kann, haben seit dem 1. Januar 2009 alle Neugeborenen Anspruch auf einen Hörtest, das sogenannte Neugeborenen-Hörscreening. Ziel des Screenings ist es, eventuelle Schäden und Störungen frühzeitig zu erkennen, damit sie behandelt werden können.

Diese Hörtests für Babys finden in den ersten drei Lebenstagen statt, in der Geburtsklinik oder in einer Arztpraxis. Die Tests sind für das Baby völlig schmerzfrei, es kann dabei sogar schlafen. Geprüft wird bei dem Screening, ob das Innenohr funktioniert und ob es Nervenimpulse an das Gehirn weiterleitet, die dort dann verarbeitet werden.

Kommt es zu einem auffälligen Ergebnis wird das Testresultat spätestens bis zur Früherkennungsuntersuchung U2, also bis zum zehnten Lebenstag, durch einen erneuten Test kontrolliert. Bestätigt der zweite Test das Ergebnis des ersten, wird das Hörvermögen weiter untersucht.

Wird eine eingeschränkte Hörfähigkeit des Kindes festgestellt, wird ihm ein Hörgerät angepasst und seine Hör- und Sprachentwicklung besonders gefördert.

Laut Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bestätigt sich nur bei einem von knapp 40 Kindern mit einem auffälligen Ergebnis beim ersten Screening der Verdacht auf eine Hörstörung.

Wessen Kind schon aus dem Alter für das Neugeborenen-Hörscreening herausgewachsen ist, kann das Hörvermögen des Kindes natürlich auch noch bei den anderen U-Untersuchungen testen lassen.

Erste Anzeichen für eine eventuelle Hörstörung des Kindes sind beispielsweise, wenn das Kind im Alter von sechs Wochen noch nicht auf laute Geräusche reagiert, wenn es im Alter von drei bis fünf Monaten noch nicht versucht, die Quelle von Geräuschen ausfindig zu machen, oder wenn sich seine Sprache plötzlich zurückentwickelt.

Allerdings reagieren Kinder, egal ob hörgeschädigt oder hörgesund, nicht zwangsläufig immer auf irgendwelche Geräuschreize, mit denen ihre Eltern so konfrontieren. Wenn sie ein Geräusch nicht kennen, kommt es durchaus vor, dass sie es einfach ignorieren, weil sie es nicht einordnen können oder es sie schlichtweg nicht interessiert. Faszinierend ist für Kinder dagegen immer die Sprache der Eltern und das Gespräch mit ihnen, weil es mit der notwendigen Zuwendung einhergeht.

Aber auch wenn ein Kind hörgeschädigt ist, heißt das noch lange nicht, dass es die Kommunikation mit den Eltern nicht braucht. Oft meinen Eltern, wenn ihr Kind sie nicht hören kann, sei es nutzlos mit ihm zu sprechen. Ganz das Gegenteil ist der Fall – der Dialog und der Austausch mit den Eltern ist für die Kinder wichtig, nicht nur für die Entwicklung ihres Verständnisses, sondern auch damit sie sich als Partner in der Kommunikation wahrnehmen.


 

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