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Impfstofftests an Kindern?

Mittwoch, 09.09.2009 von Alexandra

Immer noch ist die Impfung gegen Schweinegrippe sehr umstritten. Es herrscht unter Medizinern und Wissenschaftlern Uneinigkeit darüber, wer zu den Risikogruppen gehört, die geimpft werden sollen. Zudem sind die Meinungen auch darüber geteilt, ob die neuen Impfstoffe, genauer gesagt ihre Zusätze, wirklich sicher sind.

Weil wie neuen Impfstoffe nicht so schnell in ausreichender Menge hergestellt werden können, haben die Hersteller sie mit so genannten Verstärkern kombiniert, die die Wirkung verstärken. So reicht eine geringere Menge Impfstoff für mehr zu impfende Personen. Viele Kritiker werfen den Herstellern und auch den Behörden nun vor, eine Massenimpfung der Bevölkerung mit unzureichend getesteten Impfstoffen zu forcieren.

Natürlich werden die Impfstoffe aber getestet, und zwar von den Herstellern, aber auch von Kliniken in ganz Europa, darunter auch das Prüfinstitut der Mainzer Uniklinik. Nach Berichten der Welt Online wurde das Institut von Freiwilligen geradezu “überrannt”, die sich gerne möglichst früh gegen die Schweinegrippe impfen lassen wollten.

Allerdings hat das Institut, das die Tests an Kindern und Jugendlichen leitet, ein großes Problem: Damit der Impfstoff auch für Kinder zugelassen werden kann, muss er an Kinder getestet werden. Die Mainzer Ärzte suchen also händeringend nach Eltern, die ihre Kinder im Alter von bis zu zwei Jahren impfen lassen. Verständlichweise zögern die Eltern aber. Nach Einschätzung von Ärztin Dorothee Kiesinger liegt das noch nicht einmal hauptsächlich an Misstrauen wegen des Impfung selbst. Sie vermutet, dass die Eltern ihren Kindern vor allem die Blutabnahmen ersparen wollen.

Um interessierten Eltern wenigstens eine Sorge zu nehmen, verweist Kiesinger auf die strengen ethischen Kriterien, “die weltweit speziell für kindliche Probanden gelten. Dazu zählt auch, dass Eingriffe wie etwa Blutabnehmen so minimal wie möglich gehalten werden.” Die Einstichstellen für die Blutabnahme beispielsweise werden mit einer Creme betäubt, damit die Kinder keine Schmerzen dabei haben.

Medikamente
an Kindern zu testen ist natürlich eine enorme moralische Grauzone. Wer will dafür schon sein Kind zur Verfügung stellen? Andererseits – wer will seinem Kind schon Medikamente geben, die nur an Erwachsenen getestet wurden, deren Körper komplett anders darauf reagiert?

Was würdet ihr tun?


 

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NEUESTE KOMMENTARE:

 

  • Gianna | 9.09.2009 um 13:12

    Auf keinen Fall bekommt eines meiner Kinder diese Impfung…. sowas ist einfach - meiner Meinung nach - verantwortungslos. Punkt!

     

  • Jens | 17.09.2009 um 16:35

    Auch wenn ich für die empfohlenen Impfungen der STIKO bin, haben solche Impfungen bei Babys und Kleinkindern im großen Umfang jetzt noch nichts zu suchen, da m.E. aktuell noch viel zu wenig Erfahrungen dazu vorhanden sind.

     

 

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