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Keine Abstriche beim Sonnenschutz

Dienstag, 08.06.2010 von Alexandra

Babys und kleine Kinder brauchen viel frische Luft. Aber gerade im Sommer dürfen wir nicht vergessen, dass sie auch Schutz vor der Sonne brauchen, damit sie keinen Sonnenbrand bekommen.

Babys nur im Schatten liegen und krabbeln lassen, den Kleinen Hüte und Mützen aufsetzen, den Körper mit T-Shirts und Hosen schützen, und immer ausreichend Sonnencreme zum Schutz der noch sehr empfindlichen Kinderhaut verwenden – darüber praktisch viele Eltern Bescheid. Wie steht es aber mit kniffligeren Fragen, an wen wendet man sich dann?

Eine gute Anlaufstelle für Fragen ist immer die Kindergesundheitsseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Immer wieder gibt es auf der Internetseite die Möglichkeit, Fragen zu einem bestimmten Thema der Kindergesundheit von Experten beantworten zu lassen. Ende Mai war das der Fall für alle Fragen, die Eltern zum Thema “Sonnenschutz” hatten. Unter der Überschrift “Sonnenschutz ohne Wenn und Aber” sind die Fragen und Antworten nachzulesen.

Mehrer Eltern hatten Fragen zum Zusammenhang Vitamin D – Sonne. Vitamin D ist ein Vitamin, das der Körper selbst bilden kann, er braucht dazu aber ausreichend  Sonnenlicht. Wie soll man nun sicherstellen, dass das Baby genug Sonne abbekommt, um Vitamin D herzustellen, ohne dass die Sonneneinstrahlung der empfindlichen Kinderhaut schadet? Oder kann man bei der Gabe von Vitamin-D-Präparaten (die oft zusätzlich noch Fluorid enthalten) ganz darauf verzichten? Kann Sonne die Gabe von Vitamin D unnötig machen?

Die Antwort der Experten: Gerade im Winter reicht bei uns die Sonneneinstrahlung für Babys nicht aus, um ausreichend Vitamin D zu bilden. In Frühling und Sommer reichen zwei Stunden Sonneneinstrahlung auf Gesicht und Hände pro Woche für die Vitamin-D-Bildung. Nach dem ersten Lebensjahr kann auf Vitamin-D-Präparate verzichtet werden, da die Kinder sich dann fast immer ausreichend im Freien bewegen.

Ein weiterer wichtiger Punkt zum Sonnenschutz: Auch Babys sollten unter Umständen schon Sonnenbrillen tragen. Das gilt zumindest beim Aufenthalt in Gegenden mit sehr hoher UV-Strahlung, beispielsweise im Hochgebirge. Die UV-Strahlen schädigen sonst die Hornhaut und die Linsen. Bei Sonnenbrillenkauf unbedingt auf den UV-Schutz  und das CE-Zeichen achten. Auch beim Baby muss die Passform der Brille stimmen.

Im Allgemeinen empfiehlt der Sonnen-Experte der BZgA, der Osnabrücker Kinderarzt Prof. Dr. med. Karl Ernst von Mühlendahl, Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30. Sie sollten reichlich und rechtzeitig aufgetragen werden. Nachcremen nach dem Baden hält den Schutz aufrecht (verlängert ihn aber nicht!) und ist auch bei als “wasserfest” vermarkteten Produkten sinnvoll.


 

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  • Keine Abstriche beim Sonnenschutz | 8.06.2010 um 11:29

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