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Kopfläuse rüsten auf

Dienstag, 15.09.2009 von Alexandra

Jeder kennt sie, niemand mag sie: Kopfläuse machen immer wieder auf sich aufmerksam. Die lästigen Schmarotzer tauchen jedes Jahr wieder in richtigen Epidemien auf, wenn sie sich auf Kinderköpfen in ganz Deutschland verbreiten. Jetzt sind die Quälgeister gegen ein gängiges Pestizid resistent.

“Mama, mich juckt’s!” Jede Mutter kennt und fürchtet diese Äußerung – das Kind hat Läuse aus dem Kindergarten oder der Schule mit nach Hause gebracht. Geübte Eltern halten für solche Fälle schon das Läuseshampoo und den Läusekamm bereit und waschen von der Mütze bis zum Teddybär zudem alles, was sich nur in die Waschmaschine stopfen lässt, und was nicht gewaschen werden kann, wird eingefroren.

Immer noch hält sich dabei das Vorurteil, Läuse würden “unsaubere” Lebensbedingungen vorziehen. Das stimmt aber nicht. Für Kopfläuse gibt es eigentlich nur zwei Kriterien: Blut muss fließen, und Haare sollen auch da sein – dann finden die kleinen Mistviecher genug Nahrung und haben auch die Möglichkeit, ihre Eier unterzubringen. Sauberkeit ist ihnen herzlich egal.

Verbreitet werden die Läuse vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen, also Schule, Kitas, Kindergärten usw. Hier rücken die Kinder beim Spielen oder Lernen dicht zusammen, die Läuse können leicht von einem Kopf zum anderen springen und sich so neuen Lebensraum erschließen. Gerade im Herbst und Winter werden auch schon mal Mützen oder Schals gemeinschaftlich benutzt und verwandeln sich so in wahre Läusetaxis.

Die kleinen Blutsauger sind lästig, aber nicht gefährlich. Mit handelsüblichen Mitteln wie Shampoos und Nissenkämmen bekommt man sie auch recht gut in den Griff – das Schlimmste ist vor allem für Eltern die Scham darüber, dass ihr Kind befallen ist. Positiv gesehen ist das Kind immerhin beliebt genug, dass es in engen Kontakt mit anderen kommt!

Eine neue unerfreuliche Entwicklung gibt es aber inzwischen: Die Kopfläuse sind inzwischen resistent gegen das gängige Insektengift Pyrethrum, das aus Chrysanthemen gewonnen wird. Eine Genmutation der Läuse hat nun dafür gesorgt, dass die neue Generation der Kopfläuse jetzt auch Shampoos und Lotionen mit diesem Wirkstoff überleben kann. Hautärzte setzen jetzt große Hoffnungen auf Mittel mit Silikonölen, die die Läuse ersticken lassen.

Immer noch gut und wirksam ist allerdings das sorgfältige Durchkämmen des Haares mit dem Läusekamm. Idealerweise feuchtet man das Haar des Kindes vorher mit etwas Wasser und Haarspülung an, dann gleitet der Kamm gut. So können schon rein mechanisch an die 90 Prozent der Nissen und Läuse entdeckt und entfernt werden!

Die Behandlung mit Läusemitteln muss nach acht bis zehn Tagen wiederholt werden, und dann ist der Spuk auch meistens schon vorbei … zumindest bis zum nächsten Mal!

Habt ihr euch auch schon mal mit Läusen rumschlagen müssen? Was sind eure Erfahrungen? Habt ihr Geheimtipps gegen die fiesen Krabbler?


 

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