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Kopfschmerzen bei Kindern

Donnerstag, 06.08.2009 von Alexandra

Eltern können viel dafür tun, dass ihre Kinder Kopfschmerzen gut und schnell überstehen – sie können aber auch dafür sorgen, dass sie überhaupt erst Kopfschmerzen bekommen. Ihr Verhalten kann der entscheidende Faktor bei den Kopfschmerzen der Kinder sein. So lautet das Ergebnis einer Studie, die an der Georg-August-Universität in Göttingen durchgeführt wurde.

Wenn ihre Kinder über Kopfschmerzen klagen, kann die Reaktion der Eltern beeinflussen, wie oft die Kopfschmerzen wiederkehren. Bei Mädchen etwa ist das Risiko für wiederkehrende Kopfschmerzen etwa um ein Viertel größer, wenn die Eltern ablehnend reagieren, etwa mit Kommentaren wie “Stell dich nicht so an!”. Das Gleiche trifft aber auch zu, wenn die Eltern mit übertriebener Fürsorge reagieren.

Bei Jungen kam es vor allem dann zu wiederkehrenden Kopfschmerzen, wenn in ihren Familien öfter als einmal in der Woche gestritten wurde oder wenn sie nur sehr wenig Freizeit hatten.

Die Göttinger Studie unter der Leitung der Psychologin Jennifer Gaßmann begann 2003. Damals wurde an 8.800 Familien mit einem Kind im Alter zwischen sieben und vierzehn Jahren ein Fragebogen verschickt. Anhand der Antworten wurden in jährlichen Befragungen genauere Daten zum Neuauftreten von Kopfschmerzen erhoben.

Hintergrund der Studie: Weltweit leiden zwischen zehn und dreißig Prozent aller Kinder wöchentlich mindestens einmal an Kopfschmerzen. Wenn diese Kopfschmerzen immer wieder auftauchen, können sie sich zu einem großen Gesundheitsproblem auswachsen.

Eltern reagieren unterschiedlich auf die Schmerzen ihrer Kinder, wie in der Studie deutlich wurde. Je nach eigenem Temperament und eigenen Erfahrungen reagieren sie extrem fürsorglich oder tun die Kopfschmerzen der Kinder ab. Ähnlich steht es beim Arztbesuch: Eltern die selbst nur selten oder nie Kopfschmerzen haben neigen weniger dazu mit ihrem Kind wegen seiner Kopfschmerzen zum Arzt zu gehen; wer selbst an Kopfschmerzen oder Migräne leidet, greift auch beim Kind schnell zu Medikamenten oder zu Hausmitteln.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Studie: Vor allem die Kinder, die von ihren Eltern zu bestimmten Hobbys gedrängt werden oder die einen übervollen Terminkalender haben bekommen häufig aus Stress Kopfschmerzen. Überraschend: Kinder mit mindestens einmal monatlich auftretenden Kopfschmerzen treiben häufiger Sport als ihre kopfschmerzfreien Altersgenossen.

Möglicherweise liegt bei beiden Gruppen eine gewisse Art von Burn-out vor, dass es ja nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch schon bei Babys gibt!


 

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NEUESTE KOMMENTARE:

 

  • Jutta | 12.08.2009 um 11:16

    Das ist gar nicht so gut, wenn das Kind schon so früh Kopfschmerzen hat…Mein kleiner Sohn hatte schon das Problem vorher.Nun ist schon alles in Ordnung.Schöner Blog, gefällt mir schon sehr.

     

 

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