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Neue Autismus-Theorie

Dienstag, 03.03.2009 von Alexandra

Autismus ist eine angeborene und unheilbare Störung der Wahrnehmung und der Verarbeitung von Informationen. Die Symptome von Autismus sind vielfältig und unterschiedlich: In leichten Formen können sie von Schüchternheit nicht zu unterscheiden sein, in schweren Fällen sind die Betroffenen geistig schwer behindert.

Autisten haben Schwierigkeiten, mit anderen Menschen zu kommunizieren. Sie können das Kommunikationsverhalten Anderer nicht richtig interpretieren, aber auch selbst Körpersprache, Gestik und Mimik nicht richtig einsetzen.

Bei Kindern macht sich Autismus meist früh durch typische Verhaltensmuster bemerkbar, etwa durch eine überdurchschnittlich hohe Abneigung gegen Veränderungen. Dazu kann zum Beispiel schon ein umgestellter Gegenstand zählen. Alle Handlungen müssen immer gleich ablaufen, wie Rituale. Ändert sich irgendein Umstand, kommen autistische Menschen damit nicht zurecht.

Wie es zu Autismus kommt, ist noch nicht in befriedigender Weise erforscht. Aktuell wird aber vermutet, dass Autismus genetische Ursachen hat. Allerdings wird noch oft behauptet, dass Autismus von Impfstoffen ausgelöst werden. Diese Behauptung wird zum Beispiel auch von der Schauspielerin Jenny McCarthy vertreten. McCarthy ist selbst Mutter eines autistischen Sohnes und führt das auf eine Impfung zurück. Der Impfstoff sei verunreinigt gewesen, was den Autismus ausgelöst habe.

Amerikanische Wissenschaftler haben nun allerdings in einer Studie festgestellt, dass Autismus möglicherweise durch das Immunsystem der Mutter ausgelöst werden kann. Die Forscher des M.I.N.D. Instituts an der Universität von Kalifornien in Sacramento fanden heraus, dass die Mütter von autistischen Kindern Antikörper gegen bestimmte Proteine im sich entwickelnden Gehirn ihres Kindes gebildet hatten. Diese Antikörper könnten eventuell das Gehirn des noch ungeborenen Kindes schädigen und so das Risiko von Autismus erhöhen.

Nun sollen weitere Studien klären, welche Funktion die Proteine haben, die vom mütterlichen Immunsystem angegriffen werden, und welche Umwelteinflüsse nach der Geburt zur Entstehung von Autismus beitragen. Die Forscher hoffen, nicht nur einen Test zu entwickeln, sondern auch eine Behandlungsmethode, so das zumindest einigen Kinder das harte Schicksal Autismus erspart bleibt.

Es ist zu hoffen, dass solche und ähnliche Studien das langlebige Gerücht über Impfungen als Verursacher von Autismus endlich entkräften. Viele Eltern haben ihre Kinder deswegen nicht impfen lassen und so nicht nur die Kinder selbst, sondern auch andere Menschen einem großen Krankheitsrisiko ausgesetzt.


 

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