Rund 15% der Kinder in Deutschland leiden mindestens einmal in ihrem Leben an einem atopischen Ekzem, besser bekannt als Neurodermitis. Gut sieben Prozent sind chronisch daran erkrankt.
Die Symptome der Neurodermitis sind trockene Haut, roter, schuppender Ausschlag und quälender Juckreiz.
Verschlimmert wird die Krankheit durch viele äußere Reize, beispielsweise Stress, Hitze, Kälte, hohe Luftfeuchtigkeit, Reibung durch Kleidung, Duftstoffe in Wasch- und Pflegemitteln, und auch Allergien, vor allem gegen Tierhaare und Hausstaubmilben.
Eine Studie der Universität im englischen Nottingham hat jetzt ergeben, dass ein Wasserenthärter die Beschwerden bei von Neurodermitis betroffenen Kindern stark lindern kann. Schon vorher war bekannt, dass in Gegenden mit hartem Wasser bis zu 50% mehr Neurodermitis-Fälle und Ekzeme auftreten.
An der Studie nahmen seit 2007 233 Kinder im Alter von sechs Monaten bis 16 Jahren mit unterschiedlich ausgeprägtem atopischen Ekzem teil.
Die Familien der Kinder erhielten für bis zu 12 Wochen einen Wasserenthärter, der danach für vier Wochen wieder aus dem Haushalt entfernt wurde. Alle Kinder bzw. ihre Eltern führten Tagebuch über alle auftretenden Neurodermitis-Symptome. Schon nach zwei Wochen konnte eine deutliche Besserung des atopischen Ekzems festgestellt werden.
Laut Prof. Hans-Jürgen Nentwich, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Kinder und Jugendärzte (BVKJ) sei es denkbar, dass die Mineralien im harten Wasser die Haut reizten oder dass bei hartem Wasser mehr Seife und Waschmittel verwendet würden, was wiederum die Haut angreife.





