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Rauchende Mütter, kranke Kinder

Mittwoch, 25.02.2009 von Alexandra

Aktuelle Schätzungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) besagen, dass jährlich rund 170.000 werdende Mütter trotz ihrer Schwangerschaft nicht mit dem Rauchen aufhören.

Rauchen in der SchwangerschaftLaut BZgA rauchen rund 30% der Schwangeren zu Beginn der Schwangerschaft, und rund 20% rauchen noch zum Zeitpunkt der Geburt.
Viele werdende Mütter sind der Meinung, dass ihr Körper das Kind vor allen ungünstigen Einflüssen schützt, und dass die Plazenta die Giftstoffe vom Kind fernhält.
In Wirklichkeit ist es aber so, dass das Nikotin eine Verengung der Blutgefäße, auch in der Plazenta, bewirkt. So wird das Baby mit weniger Blut und damit mit weniger Nährstoffen und weniger Sauerstoff versorgt. Seine Entwicklung wird beeinträchtigt.

Dabei rauchen Frauen mit einem niedrigeren Bildungsabschluss deutlich häufiger während der Schwangerschaft als Frauen mit einem höheren Bildungsabschluss. Dies gilt besonders, wenn auch noch andere Familienangehörige Raucher sind.

Auch wenn die Mutter dem Zigarettenrauch nur passiv ausgesetzt ist, lässt sich ein Zusammenhang mit einem geringeren Geburtsgewicht herstellen. Raucht die Schwangere selbst, ist außerdem noch das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen, Fehlentwicklungen, Früh- oder Totgeburt und auch den Plötzlichen Kindstod deutlich erhöht. Laut der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG) werden 30 bis 40 Prozent aller Mangelgeburten (Geburten bei denen das Kind deutlich untergewichtig ist) und bis zu 14 Prozent aller Frühgeburten durch das Rauchen verursacht.

Babys und Kinder reagieren besonders empfindlich auf den Zigarettenrauch. Sie sollten vor Rauch und Nikotin besonders geschützt werden, damit sie keine Gesundheitsschäden erleiden. Trotzdem leben laut BZgA die Hälfte aller Kinder unter sechs Jahren und sogar zwei Drittel aller Kinder zwischen sechs und 13 Jahren in einem Raucherhaushalt.

Babys und Kleinkinder die in Raucherhaushalten aufwachsen leiden häufiger als andere Babys an Bauchweh, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl oder Schlafstörungen. Vor allem auch Atemwegserkrankungen wie chronische Bronchitis und Asthma treten bei ihnen bis zu 50% häufiger auf als bei Kindern von Nichtrauchern.

Ein weiteres Risiko, dem rauchende Schwangere ihre Kinder aussetzen, ist das Übergewicht. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft geraucht haben, ein um mehr als 40% erhöhtes Risiko für späteres Übergewicht haben. Das bedeutet also, dass die Kinder bei der Geburt zwar oft untergewichtig sind, das aber später wieder mehr als gutmachen.


 

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