Durch die Aufnahme der Impfung gegen den Rotavirus in die Impfprogramme können die Krankenhausaufenthalte wegen Rotavirus-Erkrankungen deutlich vermindert werden. Das belegen Zahlen aus Australien und Österreich, wo seit 2007 alle Babys gegen die Rotaviren geimpft werden.
Rotaviren gehören zu den häufigsten Auslösern von Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kindern, nicht nur bei uns, sondern weltweit. Vor allem Kinder im Alter von sechs bis 24 Monaten stecken sich leicht an, sei es durch Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen oder durch eine Schmierinfektion. Die Rotaviren sind sehr widerstandsfähig und überleben deswegen auch auf Oberflächen gut, so dass sie auch auf diese Weise übertragen werden können. Nach Schätzungen der Ständigen Impfkommission (STIKO)Â haben bis zum fünften Lebensjahr alle Kinder eine Infektion mit Rotaviren hinter sich.
Schon wenige Tage nach der Ansteckung treten die typischen Symptome auf, also Durchfall und Erbrechen, kombiniert mit Magenschmerzen und Fieber. Die Beschwerden können äußerst stark sein und so schnell zu Austrocknung und auch Elektrolytverlust führen. In etwa jedem 50. Fall muss das Kind deswegen sogar ins Krankenhaus. Bei uns sind Infektionen mit Rotaviren sogar der häufigste Grund für Krankenhauseinweisungen von Kindern unter fünf Jahren.
Gegen die Rotaviren ist eine Impfung möglich, die frühestens ab der sechsten Lebenswoche und spätestens bis zu 26. Lebenswoche gegeben werden kann. Von der STIKO wurde sie allerdings noch nicht in den Impfkalender, den Katalog der empfohlenen (und damit von den Krankenkassen zu zahlenden) Impfungen aufgenommen. Sie rät bisher dazu, Risiko und Nutzen in jedem Fall individuell abzuwägen.
In anderen Ländern wird das anders gehandhabt. In Österreich und Australien etwa werden laut einem Artikel der Ärztezeitung seit 2007 alle Säuglinge gegen die Rotaviren geimpft. In Österreich gingen seit der Einführung der Schluckimpfung die “RV-bedingten Hospitalisierungen” bei Kindern bis 20 Monaten um 73 Prozent zurück; die australischen Zahlen belegen ebenfalls die Effektivität der Impfung.
Dr. Markus Rose von der Uniklinik Frankfurt empfiehlt deswegen, die Rotaviren-Impfung zukünftig auch in Deutschland flächendeckend zum Einsatz zu bringen.






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Grundsätzlich bin ich inzwischen sehr skeptisch, was Impfungen anbelangt. Für die Pharmaindustrie ist das ein sehr luktratives Geschäftsfeld mit geringem Risiko. Was daraus in Verbindung mit sauberer Lobbyarbeit wird, haben wir anlässlich der Pandemie Schweinegrippe gesehen.
ABER Rothaviren sind extrem agressiv und gefährlich. Meine Tochter war als Kleinkind deswegen über eine Woche im Krankenhaus und ich kann mit Bestimmtheit sagen: ohne die Segnungen der modernen Medizin hätte sie es nicht geschafft.
Also durchaus sinnvoll!