In Großbritannien machen sich Experten Sorgen um Kinderaugen: Eine Umfrage unter 2.000 Personen hat ergeben, dass fast ein Drittel der Eltern ihren Kindern keine Sonnenbrillen kaufen. Eine Sonnenbrille schützt das Auge aber vor schädlicher UV-Strahlung.
Augenärzte gehen davon aus, dass helle Augen besonders gefährdet sind, und raten vor allem Menschen mit blauen Augen dazu, in der Sonne möglichst immer eine geeignete Sonnenbrille zu tragen. Der Sonnenschutz für die Augen ist wichtig, da die UV-Strahlen die Netzhaut und Linse beschädigen und langfristig zu Krankheiten führen können. Übermäßige Sonneneinwirkung wird teilweise sogar mit Grauem Star und Makuladegeneration in Verbindung gebracht.
Noch schlimmer als gar keine Sonnenbrille zu tragen: Eine billige Sonnenbrille zu tragen, die keinen UV-Schutz bietet. Durch die dunklen Gläser erweitern sich die Pupillen, was noch mehr gefährliche Strahlen an die Netzhaut lässt.
Dr. Susan Blakeney, eine Beraterin am College of Optometrists, der Berufsvereinigung der Optiker, ist nach eigenen Worten “schockiert davon, dass so viele Eltern sich nicht darum kümmern, die Augen ihrer Kinder vor der Sonne zu schützen”. Von den wenigen Eltern, die ihrem Kind doch eine Sonnenbrille kaufen, achten die meisten nur auf den Preis und das Aussehen, nicht aber auf die Qualität.
Sonnenbrillen für Kinder müssen nicht unbedingt teuer sein. Blakeney empfiehlt Eltern, zumindest auf das CE-Zeichen zu achten. Die Brille sollte vor UV-Strahlen schützen (wird meist auf der Brille selbst angegeben), gut sitzen und die Augen auch recht großflächig abdecken, so dass sie möglichst von allen Seiten geschützt sind.
Sonnenschutz für Kinder sollte selbstverständlich sein, ob es nun darum geht den Säugling im Schatten zu lassen, ihm einen Hut aufzusetzen oder es zum Schutz der empfindlichen Babyhaut gründlich mit Sonnenschutzmittel einzucremen – da sollte einen Sonnenbrille wirklich dazugehören.





