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Spielzeug: Alles Schrott

Dienstag, 02.02.2010 von Alexandra

Mindestens zweimal im Jahr ist die Sicherheit von Kinderspielzeug ein Thema: In den Wochen vor Weihnachten, und kurze Zeit später in den Wochen vor der Nürnberger Spielwarenmesse, die weltweit wichtigste Fachmesse auf diesem Bereich.

Da kommen die aktuellen Ergebnisse der Zeitschrift Öko-Test genau richtig. Die Prüfer von Öko-Test haben 74 Spielwaren untersuchen lassen – mit grusligen Ergebnissen.

Immer noch sind es wohl vor allem die in China hergestellten Produkte, die in punkto Schadstoffe und abreißbare Kleinteile unangenehm auffallen. Viele der Spielwaren sind sogar so schadstoffbelastet, dass die Prüfer sie als “nicht verkehrsfähig” einstufen. Diese Spielzeuge dürften also eigentlich gar nicht verkauft werden. Spielzeugsicherheit? Fehlanzeige.

Getestet wurde querbeet durch alle Spielwarenbereiche, von der Eisenbahn über Puppen, Klangspielzeuge und Fantasy-Figuren bis hin zu Trikots von Bundesligavereinen und Bettwäsche.

Am besten schnitten die Eisenbahnen ab, in den anderen Bereichen gibt es erfreulicherweise wenigstens einige empfehlenswerte Spielwaren. Niederschmetternd sind aber die Ergebnisse für beispielsweise die Fantasy-Figuren, die aus chlorierten Kunststoffen bestehen und mit einer Vielzahl von Substanzen behandelt sind, die sie elastisch und flammbeständig machen. Auch die Verwendung unbekannter Weichmache führte zu einer Abwertung, weil die Langzeiteffekte noch nicht bekannt sind. Öko-Test-Kommentar: “Alle Figuren gehören schlichtweg in die Tonne, und nicht in Kinderhände”.

Die Fußballtrikots sorgen vor allem wegen der Sponsorenaufdrucke für Stirnrunzeln bei den Prüfern: Sie enthalten krebserregende Weichmacher und allergieauslösende antimikrobielle Substanzen. Die Trikots selber können schleimhautreizende Stoffe enthalten,

Bei der Bettwäsche liegen die schlechten Bewertungen vor allem an optischen Aufhellern und halogenorganischen Verbindungen. Bei einer Puppe bestand schon allein der Kopf zu einem Viertel aus einem verbotenen Weichmacher. Bei den Klangspielzeugen war zwar das Material in Ordnung, manche überschreiten aber die Lautstärkenorm von 90 Dezibel.

Experten sind der Meinung, dass auch die ab 20. Juli 2011 gültige EU-Spielzeugrichtlinie keine Verbesserung bringt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist sogar der Meinung, dass der Verbraucherschutz dadurch verschlechtert wird.

Das kann gut sein, vor allem wenn man bedenkt, dass etwa das krebserregende Benzo[a]pyren bis zu einer Konzentration von 100 Milligramm pro Kilogramm in Spielzeug enthalten sein darf. Dieser Wert ist damit 100-mal höher als der Wert für Spielwaren, die das GS-Zeichen tragen.

Die einzig wirkliche Alternative, die aber leider sehr viel teurer ist: Komplett ökologisch und auch sozial verträglich hergestellte Spielzeuge, am besten aus Deutschland. Da kann man nämlich zur Not auch mal hingehen und sich persönlich beim Chef beschweren!


 

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  • Spielzeug: Alles Schrott | 2.02.2010 um 11:24

    [...] post by Alexandra Wir danken den Original-Autoren für die Bereitstellung ihrer RSS-Feeds. Sollten Sie die [...]

     

 

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