Wenn das Baby zahnt, ist das für alle Beteiligten – Baby wie Eltern – aufreibend. Das Kind leidet unter den Schmerzen, die von dem Wachstum der Zähne verursacht werden. Die Eltern leiden einerseits darunter, dass ihr Kind Schmerzen hat, andererseits natürlich auch darunter, dass das Kleine wegen Schmerzen und Fieber nicht schlafen kann.
Wann genau die Zähne kommen ist individuell unterschiedlich, ob im fünften oder im 12. Lebensmonat – aber schlecht geht es den Kindern dabei immer. Nicht nur die Schmerzen wegen der durchbrechenden Milchzähne quälen sie, es geht ihnen einfach insgesamt schlechter.
Zahnende Säuglinge weinen mehr, sind unruhig, haben Fieber und Durchfall, essen nicht gern, kauen dafür aber mit Vorliebe auf allem, was sie in die Finger bzw. in den Mund bekommen – Finger von Verwandten, Stuhlbeine, Bürstengriffe, von der Katze den Schwanz. Die Dramen sind also vorprogrammiert.
Eine weitere Begleiterscheinung beim Zahnen ist das Sabbern, oder, wie es eine meine Freundinnen einmal so schön ausgedrückt hat: “Das Kind schleimt wie eine Schnecke im Frühling!” Immerhin kriegt man das Sabbern gut in den Griff, zumindest wenn man mit ausreichend Tüchern und Lätzchen versorgt ist. Bei den Schmerzen tut man sich da schon schwerer.
Gewohnt gute Tipps gibt dazu das Gesundheitsportal netdoktor.de, das die Kinderärztin Barbara Mühlfeld vom hessischen Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte zitiert. Tipp Nr. 1 ist ein Klassiker: der Beißring. Barbara Mühlfeld empfiehlt einen Ring, den man kühlen kann und der so auch gleich die Schmerzen mildert. Je nach Geschmack und Vorliebe des Kindes bzw. ökologischem Ehrgeiz der Eltern kann der Beißring ein einfacher Plastikring sein auch ein Stück Iriswurzel oder Bernstein.
Als hilfreich haben sich laut Mühlfeld auch Zahnfleischmassagen erwiesen. Wichtig dabei ist, dass die Hände vorher sehr sorgfältig gewaschen und die Nägel ordentlich geschnitten und gefeilt werden, um dem Baby keine Verletzungen zuzufügen. Positiver Nebeneffekt: Das Kind kann sich gleich an Mundpflege gewöhnen, so dass die Zahnpflege später nichts Neues mehr ist.
Ähnlich wie ein gekühlter Beißring kann auch Salbeitee, ein altes Hausmittel, die Schmerzen lindern. Er entfaltet seine Wirkung als Mundspülung, es macht also nichts wenn das Kind den unangenehm schmeckenden Aufguss ausspuckt.
Betäubende Salben oder Gele für das Zahnfleisch oder auch Fieberzäpfchen sind in schlimmeren Fällen auch erlaubt. Den Eltern rät Barbara Mühlfeld vor allem eines: “Zähne zusammenbeißen”.





