Schon vor einigen Monaten gab es in Großbritannien eine ganze Reihe grober Patzer bei Fruchtbarkeitskliniken. Die Eizellen mehrerer Frauen wurden mit dem falschen Sperma befruchtet, einer Frau wurde ein Embryo mit nur geringen Lebenschancen eingesetzt, einer Leihmutter wurden Embryos eines Paares eingesetzt, dass einen ähnlichen Namen hatte wie ihre Auftraggeber.
Jetzt ist auch aus den USA so ein Fall von schlimmer Ärzteschlamperei bekannt geworden. Einer Frau aus Ohio wurde ein Embryo eines fremden Paares eingepflanzt. Erfahren haben es die 40-Jährige und ihr Ehemann im zweiten Schwangerschaftsmonat.
Trotz dieses Schocks haben sich Carolyn Savage und ihr Mann Sean gegen eine Abtreibung entschieden. Carolyn wird das Kind – einen Jungen - in zwei Wochen per Kaiserschnitt zur Welt bringen und es seinen Eltern übergeben.
Die Savages haben bereits drei Kinder, zwei Jungs im Alter von 12 und 14 Jahren und eine 18 Monate alte Tochter. Nach den ersten beiden Kindern konnte Carolyn auf natürlichem Weg nicht mehr schwanger werden, deshalb entschloss das Paar sich für die künstliche Befruchtung. Tatsächlich bekamen sie auch das lang ersehnte dritte Kind. Jetzt sollten Carolyn die übrigen entstandenen Embryonen eingesetzt werden. Aber es kam zu einer tragischen Verwechslung, und ihr wurden die Embryos eines anderen Paares eingepflanzt.
Für das religiöse Ehepaar kam die Abtreibung, die der Arzt ihnen anbot, nicht in Frage. Stattdessen trafen sie sich mit dem anderen Paar und arrangierten sich: Carolyn trägt nun für sie das Kind aus, dass sich das Elternpaar auch so sehnsüchtig wünscht. Ihr eigenes viertes Wunschkind werden Sean und Carolyn nun von einer Leihmutter austragen lassen, da Carolyn selbst aus medizinischen Gründen nicht mehr schwanger werden darf.





