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Embryos sterben wegen kaputtem Brutkasten

Donnerstag, 14.05.2009 von Alexandra

Erst vor wenigen Tagen berichteten wir von einer englischen Klinik, in der bei künstlichen Befruchtungen mehrere Fehler passierten, so dass Eizellen mit falschen Spermien kombiniert wurden. Noch schlimmer erging es Kinderwunsch-Paaren in Australien: Sie verloren durch ein technisches Versagen ihre Embryos.

Wie wunschkinder.net unter Berufung auf ein australisches Nachrichtenportal berichtet, verloren mehrere Paare in Canberra ihre Embryos, weil ein technischer Defekt dazu führte, dass ein Brutkasten ausfiel, in dem die Embryos nach der Befruchtung heranreifen sollten.

Die Paare, die bei der Fruchtbarkeitsklinik in Behandlung waren, wurden Anfang der Woche darüber unterrichtet, dass ein Brutkasten ausgefallen sei. Nach Medienangaben sind dabei mindestens fünf Embryos gestorben. Die Klinik sprach allen betroffenen Patienten ihr Mitgefühl aus und will jetzt alle Brutkästen überprüfen.

Einer Patientin ist nur noch ein einziger Embryo verblieben, dessen Überlebenschancen als sehr schlecht beschrieben wurden. In einem Internetforum beschrieb die Frau ihre Gefühlte und sagte, sie habe stundenlang geweint. “Meine perfekten kleinen Embryos, für die wir so lang und so hart gearbeitet haben, sind tot – wegen eines kaputten Brutkastens”, schreibt sie.

John Peek, Vorsitzender des Reproduction Technology Accreditation Committee, meinte zu dem Vorfall, er höre jedes Jahr von “ein oder zwei Vorfällen mit technischen Ausrüstungsgegenständen, die Embryos beeinträchtigen”. Er halte das nicht für ungewöhnlich. Seiner Aussage nach bedenken viele Patienten nicht, dass die Apparate versagen können und “regen sich dann auf”.

Die Firma, die die IVF-Klinik betreibt, versichert, den Betroffenen solle kein finanzieller Nachteil entstehen. Wir vermuten also, dass die weitere Fruchtbarkeitsbehandlung kostenfrei ablaufen soll – für diejenigen, die sich der Klinik noch einmal anvertrauen wollen.

Kann das den Eltern der gestorbenen Embryos in dieser Situation überhaupt ein Trost sein? Oder regen die sich über etwas auf, was sie von Anfang an hätten bedenken müssen, wie John Peek wohl meint?


 

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