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Künstliche Befruchtung: Mehr Töchter als Söhne

Mittwoch, 02.12.2009 von Alexandra

Über die Mechanismen der Fortpflanzung ist heute vieles bekannt. Nur so ist es möglich, dass viele Paare mit Kinderwunsch trotz aller Widrigkeiten doch ihr Wunschkind bekommen können. Obwohl so viel bekannt und erforscht ist, gibt die Natur doch noch längst nicht alle ihre Geheimnisse preis.

Wie das Gesundheitsportal NetDoktor.de berichtet, verhilft die ICSI, die intrazytoplasmische Spermieninjektion, Frauen öfter zu Töchtern als zu Söhnen. Das ergab eine US-amerikanische Studie der Michigan State University unter der Leitung von Dr. Barbara Luke.

Von Natur aus kommen etwas mehr Jungen als Mädchen auf die Welt. In den USA kommen beispielsweise 105 neugeborene Jungen auf 100 neugeborene Mädchen. In einer japanisch-dänischen Studie lag das Verhältnis von Jungen zu Mädchen sogar bei 121 zu 100.

Dr. Luke und ihr Team untersuchten mehr als 15.000 Fälle künstlicher Befruchtung. Dabei wurden sowohl Insemination als auch die intrazytoplasmische Spermieninjektion verwendet. Die Wissenschaftler stellten fest, dass speziell die ICSI zu einer unterdurchschnittlichen Zahl von männlichen Babys führte: Es kamen nur knapp 50% Jungen auf die Welt, normalerweise sind es 53%.

Warum genau das so ist, wissen die Forscher nicht. Sie gehen davon aus, dass die Befruchtungsmethode dafür verantwortlich ist. Eigentlich schön, dass auch große Studien manchmal einfach nur neue Fragen aufwerfen, oder?

Hintergrund Intrazytoplasmische Spermieninjektion:
Bei der ICSI werden Spermien direkt in die Eizellen der Mutter eingebracht. Die befruchteten Eizellen bzw. die Blastozysten (einige Tage alte befruchtete und weiter entwickelte Eizellen) werden dann in die Gebärmutter eingesetzt. Dort nisten sie sich hoffentlich ein und entwickeln sich zu einem gesunden Kind.
Bei der In-vitro-Fertilisation (IVF) dagegen werden Eizellen und Spermien einfach in einem Reagenzglas zusammengebracht, die Befruchtung erledigen die Spermien hier selbst und ohne weitere ärztliche Hilfe. Bei der  intrauterinen Insemination (IUI) wird das aufbereitete Sperma des Partners direkt in Gebärmutter oder Eileiter eingebracht.


 

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