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Wer soll für Befruchtung zahlen?

Mittwoch, 18.02.2009 von Alexandra

Familienministerin Ursula von der Leyen will den Geburtenrückgang in Deutschland aufhalten. Mit dem Elterngeld fühlt sie sich da schon auf dem richtigen Weg, aber sie will noch mehr. Jetzt will sie auch Paare mit unerfülltem Kinderwunsch unterstützen.

Erst 2003 wurde entschieden, dass die Krankenkassen die Kosten für künstliche Befruchtung nur noch zur Hälfte erstatten. Die von den Eltern zu tragenden Kosten belaufen sich, je nach Behandlungsmethode, auf etwa 1.500 bis 1.700 Euro für eine einzige Behandlung. . Seit der Änderung ist die Zahl der künstlichen Befruchtungen um rund 50% zurückgegangen – was jährlich 10.000 Geburten entspricht.

Ministerin von der Leyen will jetzt, dass der Staat Paare mit unerfülltem Kinderwunsch wieder stärker unterstützt. Als Vorbild gilt ihr dabei das sächsische Modell. Sachsen zahlt Paaren, die sich einer künstlichen Befruchtung unterziehen, einen gestaffelten Zuschuss für die Kosten von bis zu vier Behandlungen.

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt meint jedoch, die Kostenübernahmen für künstliche Befruchtung sein nicht ohne Grund eingeschränkt worden: Die Kosten hätten die Beitragszahler zu sehr belastet.

Wenn die Behandlungen bezuschusst werden sollen, weil Paare finanziell überfordert sind, dann sei das eine familienpolitische Aufgabe des Staates, so Schmidt. Von der Leyen hält aber die Ursprünge der Unfruchtbarkeit für ein “klassisches gesundheitspolitisches Thema”. Es sei an der Zeit, das Thema neu zu diskutieren.

Die Meinungen darüber, wer die Kosten zu übernehmen hat, gehen auseinander. Während von der Leyen offensichtlich das Gesundheitsministerium in die Pflicht genommen sieht, sieht Gesundheitsministerin Schmidt dies umgekehrt. Der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn sieht die Kostenübernahme ganz klar als Aufgabe der Krankenkassen, die gesetzlichen Krankenkassen empfinden die Angelegenheit als gesellschaftspolitische Entscheidung.


 

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NEUESTE KOMMENTARE:

 

  • Steril ist nicht krank genug | 20.03.2009 um 11:28

    [...] Familienministerin Ursula von der Leyen fordert mehr staatliche Unterstützung für die künstliche Befruchtung. Sie erhofft sich dadurch einen Anstieg der [...]

     

  • v.zimmermann | 8.07.2009 um 13:23

    ich finde es super das es wieder mehr unterstützt werden soll. wir haben selbst ein kinderwunsch und ohne befruchtung geht es nun mal nicht , was ärztlich bestätigt wurde.

     

 

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