Have you met Miss Jones? Kennen Sie Miss Jones? fragte vor einigen Jahren schon Robbie Williams (und vor ihm auch schon Frank Sinatra, das nur als Hinweis für die ganz jungen unserer Leser!).
Ganz sicher sind wir uns nicht, aber sie könnten auch durchaus die Miss Jones des Internets gemeint haben.
In ihrem Blog namens Miss Jones berichtet die junge Mutter Judith Jansen von ihrem Leben als Mutter und aktuell auch von ihrer zweiten Schwangerschaft.
Offline lebt die 25-Jährige mit Mann und Tochter in Süddeutschland und arbeitet halbtags als Verwaltungsangestellte in einer Klinik.
Ihr zweites Kind soll Mitte Juni dieses Jahres auf die Welt kommen. Wir haben Miss Jones interviewt.
Das Interview mit Miss Jones
Was hat Sie bewegt, Ihr Blog zu starten? Wen wollen Sie damit vor allem ansprechen?
Zum Bloggen bin ich durch meinen Mann gekommen. Zuerst hat er gebloggt, da habe ich anfangs in einer Mama-Blog-Rubrik auch ab und an Artikel geschrieben. Irgendwann wurde mir das aber zu doof und ich wollte mein eigenes Blog.
Ich sehe mein Blog vor allem für mich als eine Art Tagebuch, denn wer schreibt heutzutage noch handschriftlich in ein Tagebuch?! Wir haben auch sehr viele Familienmitglieder und Freunde die nicht bei uns in der Nähe wohnen, sie sind in ganz Deutschland und zum Teil im Ausland verstreut.
Man hat nicht immer Zeit zu telefonieren, deswegen können auch alle in meinem Blog nachlesen wie es uns gerade geht, was es Neues gibt, etc.
Welche Erfahrungen haben Sie mit bzw. durch Ihr Blog gemacht?
Es haben sich zum Teil Freundschaften gebildet, die sich so nie gefunden hätten. Dann natürlich der Erfahrungsaustausch mit anderen Müttern bzw. Familien.
Gerade wenn es um persönliche Dinge geht, halten viele Blogger ihr Internet-Dasein vor ihren Bekannten und Freunden geheim, weil sie sich in der Anonymität des Internets sicherer fühlen. Wie ist das bei Ihnen? Lesen Ihre Freunde und Ihre Familie Ihr Blog?
Ja klar, die dürfen alle mitlesen! Vor allem für sie gibt es mein Blog.
Sie sind jetzt mit Ihrem zweiten Kind schwanger – geht man da entspannter an die Schwangerschaft ran?
Auf jeden Fall! Beim ersten Kind ist noch alles so neu und aufregend. Beim zweiten läuft vieles so nebenher, aber man hat ja auch Kind 1 das einen auf Trab hält.
Bei der ersten Schwangerschaft haben wir fast wöchentlich Bilder von meinem Bauch gemacht, diesmal schon nicht mehr so oft.
Wie haben Sie Ihrer Tochter Ihre Schwangerschaft erklärt?
Schon ganz früh haben wir es ihr erzählt, dass die Mama ein Baby im Bauch hat. Die ersten 3 Monate Schwangerschaft waren nicht sehr schön, mir war sehr übel und ich lag nur im Bett.
Seit man den Bauch sieht, freut sie sich auch sehr und fragt sehr oft, wann das Baby endlich rauskommt.
Sie sprechen in Ihrem Blog sehr offen über private Dinge und auch über körperliche Details. Ist das eine Verlockung des Blogs – Privates zu offenbaren, weil man das Gegenüber ja nicht wirklich sieht?
Ich blogge nichts, was ich nicht auch jemandem persönlich erzählen würde. Man muss ja immer daran denken, dass einmal Geschriebenes unter Umständen für ewig im Web rumgeistert.
Wie bringen Sie Familie und Beruf unter einen Hut?
Gute Frage, stelle ich mir auch oft!
Ich arbeite derzeit 20 Stunden die Woche, Maya geht nun in den Kindergarten. Das macht vieles einfacher. Als sie 11 Monate alt war, hab ich wieder angefangen zu arbeiten, da hatten wir eine tolle Tagesmutter.
Mein Arbeitgeber ist aber zum Glück sehr flexibel was meine Arbeitszeiten angeht. Gibt es bei mir mal irgendwelche Besonderheiten, kann ich statt vormittags auch mal nachmittags nach Absprache arbeiten. Maya kann nachmittags dann zum Opa, wenn ich da arbeiten muss.
Meinen Job brauche ich. Ich will nicht dauernd zuhause sein und mich nur um Kind und Haushalt kümmern müssen.





