Dieses Mal stellen wir im babys.de-Interview das noch ganz neue Internetportal väterzeit.de vor. Wir haben mit Karsten Knigge über das Portal speziell für Väter gesprochen, und darüber wie er selbst Familie und Beruf unter einen Hut bringt.
Das Portal ist ein Projekt des kidsgo-Verlags, der schon seit über zehn Jahren das kostenlose Magazin “kidsgo” herausgibt. In den sieben geburtenstärksten Regionen Deutschlands versorgt es Schwangere und junge Eltern mit Informationen. Seit 2005 gibt es kidsgo auch im Internet. Seit kurzem gibt es nun speziell für Väter väterzeit.de, “für das Allerbeste im Mann”.
Karsten Knigge, Jahrgang 1966, arbeitete als Journalist und Leiter eines Kulturzentrums, bevor er vor 5 Jahren beim kidsgo Verlag in Göttingen einstieg. Dort ist er als Geschäftsführer zuständig unter anderem für die Internetportale und neue Geschäftsfelder. Er ist “Vater von 3 Söhnen und Partner einer tollen Frau” (Zitat Karsten Knigge).
Das Interview mit Karsten Knigge
Brauchen Väter wirklich eine eigene Internetseite? Gibt es nicht genug Elternportale im Internet?
Auf kidsgo.de haben unter 200.000 Besuchern im Monat 2.000 Männer. Als wir das gemerkt haben, haben wir angefangen, über ein eigenes Portal für Väter nachzudenken. Wir haben viel mit Vätern geredet. Und gelernt: Väter wollen anders angesprochen werden. Väter interessieren sich für andere Themen. Und Väter haben oft - ich denke da z.B. ans Reizthema Stillen - eine andere Perspektive als die Mütter. Jetzt, wo wir väterzeit.de gemacht haben, frage ich mich manchmal, warum nicht schon längst jemand diese Nische gefüllt hat.
Welche Informationen bieten Sie Ihren Lesern?
väterzeit.de ist ein umfassendes Portal. D.h., wer als Vater Elternzeit beantragen will und sich fragt, wie er das am besten dem Chef sagt, findet die Antwort auf väterzeit.de. Wer nach einem Geburtsvorbereitungskurs für Paare oder nach einer Alleinerziehendengruppe für Väter sucht, findet das auf väterzeit.de. Und wer für seine Kinder eine Schaukel bauen will, kann auf väterzeit.de lesen, wie’s geht.
Was unterscheidet Sie von all den anderen Elternportalen?
Auf väterzeit.de und auf kidsgo.de verknüpfen wir die allgemeinen Themen mit konkreten Terminen und Adressen vor Ort. Neben der achtköpfigen Redaktion arbeiten hier im Verlag noch mal so viele Leute an der Erfassung der lokalen Angebote. Da haben wir ein echtes Alleinstellungsmerkmal.
Wie viele Väter gibt es in Ihrer Redaktion?
Wir alle 8 sind Väter, sogar der Grafiker, der Programmierer und der Webdesigner. Ich finde das sehr wichtig, weil nur so authentische Inhalte entstehen. Unser zweites Portal kidsgo.de wird zum allergrößten Teil von Müttern gemacht - die wissen einfach am besten, was Mütter interessiert und wie Mütter angesprochen werden müssen.
Inwieweit sind Elternzeit oder alleinerziehende Väter ein Thema für Sie, Ihr Team und Ihre Leser?
Ich habe vor einigen Monaten meine drei Jahre Elternzeit beendet. Als ich anfing, gab’s noch keine Vätermonate. Aber wir haben natürlich einen redaktionellen Schwerpunkt zu den Themen Elternzeit, Elterngeld und Vätermonate. Das ist ganz wichtig, denn da beginnt oft für Männer der Weg zum Vater-sein. Alleinerziehende haben wir nicht im Team - aber wir wissen, dass alleinerziehende Väter die am stärksten wachsende gesellschaftliche Gruppe sind und zu diesem Thema haben wir natürlich ausführliche Informationen auf väterzeit.de.
Wie vereinen Sie und Ihre Kollegen Familie und Beruf?
Wir sind fast alle selbstständig. Viele haben die Erfahrung, dass es in der Selbstständigkeit einfacher ist. Da hat man auch mal mittags Zeit für die Tochter oder bringt den Sohn am Nachmittag zum Fußball. Familie und Kinder sind so viel mehr Teil des alltäglichen Lebens als beim klassischen Bürojob. Und nachts kann man auch erstaunlich konzentriert arbeiten, ohne Telefon
Link zum Väterportal: väterzeit.de






Mail an Karsten Knigge:
lieber Karsten, vor einigen Monaten fand ich Deinen Brief zum 1. Kind nebst Foto (jetzt ist er schon wieder weg - mit samt Adresse etc.
Ich schaue vor Stress kaum aus den Augen, bin aber derzeit krankgeschrieben und habe die Kunstrausch-Broschüre angesehen und spontan beschlossen, Dich mal zu suchen. Das Bild beweist, DU bist es. Neulich hörte ich Deine Frau auf NDR-info - per Radio genauso charmant wie ich sie erinnere.
Kannst mich ja mal anfunken.
Herzliche Grüße von
Nicole aus HH