Es ist schon seit Jahren bekannt, dass Alkohol und Nikotin während der Schwangerschaft dem heranwachsenden Kind sehr schaden können. Trotzdem gibt es immer noch einige Frauen, die trotz ihrer Schwangerschaft nicht von ihrer schlechten Angewohnheit lassen wollen.
Die werdenden Mütter rechtfertigen sich damit, dass sie nur noch wenige Zigaretten am Tag rauchen, was ja immerhin besser sei als ihre frühere Tagesdosis – das stimmt sogar, aber auch wenige Zigaretten am Tag schädigen den Embryo, es gibt keine “sichere” Dosis. Grund für das trotzige Weiterrauchen ist das nicht, ebensowenig wie die Erfahrungsberichte à la “Meine Mutter hat auch geraucht, und ich bin kerngesund”.
Wieder andere meinen, der Entzug wäre für das Kind schlimmer und schädlicher als die Wirkung der Zigaretten. Dieses Argument wird übrigens auch für anderen Drogen angebracht. In beiden Fällen ist es natürlich immer komplett falsch – und in jedem Fall wäre das Kind dann ja direkt nach der Geburt auf Entzug, wenn es vom Körper der Mutter getrennt wird.
Wenn eine Mutter während der Schwangerschaft raucht, sorgt sie nicht nur dafür dass ihr Kind kleiner ist als die Kinder nichtrauchender Mütter, dass das Risiko des plötzlichen Kindstods höher ist, das Krebsrisiko des Kindes steigt und dass eine Frühgeburt oder auch Fehlgeburt wahrscheinlicher ist. Eine britische Studie hat jetzt ergeben, dass Rauchen während der Schwangerschaft das Risiko der Kinder erhöht, später an psychotischen Symptomen wie Halluzinationen und Wahnvorstellungen zu leiden.
Die Studie der Universitäten von Cardiff, Nottingham. Bristol und Warwick wurde an 12-jährigen Kindern durchgeführt. Die Forscher fanden heraus, dass bei den Kindern, deren Mutter während der Schwangerschaft geraucht hatte, die Wahrscheinlichkeit von psychotischen Vorfällen um 20% höher war, um 84% höher wenn die Mutter mehr als 20 Zigaretten am Tag geraucht hat.
Die Probleme der Kinder wurden auch mit dem mütterlichen Konsum von Alkohol und Cannabis abgeglichen. Cannabis schien keinen Unterschied zu machen, aber die Kinder von Frauen, die auch während der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben, zeigten ähnliche Symptome wie die Raucherkinder.
Die Wissenschaftler nehmen an, dass durch das Rauchen die Entwicklung des kindlichen Gehirns gestört wird, halten aber weitere Studien für nötig.





