Keine Schwangerschaft ohne Mutterpass! Zumindest sollte es so sein, denn wenn die Schwangerschaft von Hebamme oder Frauenarzt begleitet wird, haben die Gesundheitsprofis der werdenden Mutter bestimmt auch einen Mutterpass ausgestellt. Den sollte sie für Notfälle auch immer bei sich tragen, denn er enthält die wichtigsten Daten zur Schwangerschaft.
Nicht immer aber ist der Schwangeren klar, was genau da bei all den Vorsorgeuntersuchungen erfasst und im Mutterpass aufgezeichnet wird. Das Internetportal NetMoms hat jetzt eine sehr klare Übersicht für den Mutterpass erstellt, die auf (fast) einen Blick verrät, was alles im Mutterpass steht und was die unterschiedlichen Abkürzungen bedeuten.
Bei der ersten Vorsorgeuntersuchung, die vier Wochen nach Feststellung der Schwangerschaft vorgenommen wird, bekommt die Schwangere den Mutterpass. Darin werden ab sofort alle Untersuchungsergebnisse festgehalten.
Auch Informationen zu vorhergegangenen Schwangerschaften, Geburten und der Anzahl der bereits geborenen Kinder gehören in den Mutterpass. Auch Fehl- oder Frühgeburten werden erfasst, denn es besteht das Risiko, dass es noch einmal zu einer Fehlgeburt kommen kann. Das gleiche gilt für Eileiterschwangerschaften und den Ablauf der Geburt (Spontangeburt, Kaiserschnitt oder Geburt mit Saugglocke oder Geburtszange).
Die im Mutterpass erwähnten serologischen Untersuchungen sind die Blutuntersuchungen, die bei jeder Schwangeren routinemäßig vorgenommen werden. Untersucht wird auf verschiedene Krankheitserreger und Antikörper (Hepatitis, Röteln. Rhesus-Test). Je nach Ergebnis muss die Mutter eventuell noch während der Schwangerschaft oder das Kind nach der Geburt geimpft werden oder braucht Medikamente.
Im Gravidogramm, der “Schwangerschaftsaufzeichnung”, werden andere Messwerte festgehalten, beispielsweise der Fundusstand. Damit bezeichnet man die Lage des oberen Gebärmutterrandes, die ein wichtiger Hinweis auf den Stand der Schwangerschaft ist. Auch Blutdruck und die Ergebnisse der Blut- und Urintests gehören ins Gravidogramm.
Kurz und gut: Der Mutterpass ist eine Art “Gebrauchsanweisung” für die Schwangere, wenn sie im Notfall von einem anderen Arzt behandelt werden muss. Auch nach der Geburt bleibt er wichtig, vor allem bei folgenden Schwangerschaften. Mit den Aufzeichnungen der ersten Schwangerschaft lassen sich Risiken früher erkennen und bekämpfen.





