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Asthmagefahr durch Folsäure?

Dienstag, 10.11.2009 von Erik

Werdende Mütter sollten in der Planungsphase und auch in der Frühphase ihrer Schwangerschaft ausreichend Folsäure zu sich nehmen. Der tägliche Bedarf einer schwangeren Frau steigt von 400 auf 800 Mikrogramm an und kann über die Nahrungszufuhr gedeckt werden. Folsäure kommt in der Nahrung außer in verschiedenen Gemüsesorten auch in Nüssen, Eigelb und Vollkornprodukten vor, reagiert aber stark auf Einflüsse wie Hitze, Sonnenlicht oder Wasser und kann bei Kontakt leicht zerstört werden. Daher wird von Seiten der Ärzte neben der reinen Nahrungsaufnahme die Einnahme von Folsäure-Tabletten empfohlen, um den erhöhten Nährstoffbedarf zu decken.

Zum Wohle des Babys kann man jeder werdenden Mama die Einnahme von Folsäure in der Frühphase ihrer Schwangerschaft nur dringend ans Herz legen, damit sich beim Säugling keine Spina bifida (Wirbelspalte oder offener Rücken) bildet. Dies könnte zu einer Schädigung des Rückenmarks führen, mit nicht absehbaren Folgen für das spätere Leben des Babys mit einer möglichen Gehbehinderung durch geschädigte Muskeln, Sehnen oder Bänder, im schlimmsten Fall kann es sogar zur Querschnittslähmung führen.

Nach etwa 12 Wochen ist diese Gefahr weitestgehend gebannt, so dass die schwangere Frau die Einnahme von Folsäure reduzieren kann und dies nach neuesten Erkenntnissen auch tun sollte. Denn gerade kam durch eine australische Studie heraus, dass Folsäure ab der 16. Woche eine Gefahr für die spätere Gesundheit des Babys darstellen könnte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich das Risiko einer späteren Asthma-Erkrankung des Babys um 30 Prozent erhöht hat. Bei dieser Studie, die im “American Journal of Epidemiology“ veröffentlicht wurde, zeigten alle Babys, deren Mütter die Folsäure nur bis zur 15. Woche eingenommen haben, kein erhöhtes Asthma-Risiko.

Nur zum richtigen Verständnis: Die Einnahme von Folsäure ist wichtig für die Frühphase der Schwangerschaft, aber über die 15. Woche hinweg kann die vermehrte Zufuhr von Folsäure wegen der Asthma-Gefahr von der Mutter abgesetzt werden.


 

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NEUESTE KOMMENTARE:

 

  • Richard Friedel | 21.09.2010 um 21:12

    Zu viel Asthma?
    Mit den modernen Medikamenten ist die Tendenz zu mehr Asthma so erschreckend, dass man fragt, ob die Medikamente selbst Schuld sind und ob nicht etwa ein Asthmasprayeffekt eine Rolle spielt. Die Fachwelt selbst findet keine Erklärung wie Umweltbelastung für die Zunahme der Erkrankungen.

    Die von der Fachwelt propagierte Unausweichlichkeit der chemischen Mittel, die nur die Symptome durch Erweiterung der Bronchien oder durch deren Beruhigung mit Kortisonpräparaten bekämpfen, ist physiologisch gesehen unhaltbar. Die Argumente der Fachärzte und Pharmaleute sind unwissenschaftlich.

    Siehe das Bild bei http://www.lrz.de/~s3e0101/webserver/webdata/Respp.pdf dass die Funktion der „Atmungspumpe „ (Respiratory pump) beschreibt und von Dr. Steven Alexander PhD stammt.

    Laut dem Bild wird bei der Einatmung als natürliche Gesetzmäßigkeit der Druck im Bauchraum erhöht. Wenn man gegen diesen festgelegten Funktionsablauf verstößt, in dem man die Bauchmuskeln absichtlich entspannt, so wird die Atmung zunehmend flach und schließlich asthmatypisch. Die Regel der Fachärzte über die womöglich lebenslange Einnahme der Symptomunterdrücker muss also bei näherem Hinsehen als suspekt gelten, wenn die Schwäche und Stärke der Einatmung vom Bauchdruck und somit von
    der Wechselwirkung abhängt. Die Fachärzte vertun sich und sie übersehen einen natürlichen Mechanismus, der offensichtlich krankengymnastisch bzw. atemtherapeutisch zu behandeln wäre. Für eine normale Einatmung kann man zu asiatischen Methoden (qigong, Zen etc.) greifen, wo die Bauchatmung eher als „Luft in den Bauch drücken“, denn eine ruhige Prozedur ohne Anstrengung bedeutet. Leider werden diese Methoden oft mit europäischen Augen gesehen, so dass der wirkliche Sinn des „Bauchdruckatmens“ oder aber des „Tandenatmens“ verborgen bleibt. Der Sinn und das Leitprinzip ist unter anderem, dass diese Form der Atmung mit Druck die Einatmung fördert. Für Beispiele der Beschreibungen, wo die Bauchatmung unverfälscht erscheint, siehe http://www.lrz.de/~s3e0101/webserver/webdata/NNAU.pdf und
    http://www.lrz.de/~s3e0101/webserver/webdata/T3.pdf Diese Texte sind wohl als „Asiatica“ und nicht als „Esoterik (ohne Wissenschaft) einzureihen. Selbstverständlich erfordert die Praxis eine andere Grundeinstellung als die des Asthmatikers mit hohem Medikamentenkonsum und gar keiner Neigung zur Fitness. Richard Friedel

     

  • Richard Friedel | 4.12.2010 um 16:29

    Nachtrag zum Kommentar “Zu viel Asthma?”
    Bei weiteren Diskussionen zum Thema wurde der Unterschied zwischen fernöstlichen und europäischen Atemtechniken angezweifelt. Schließlich sind ja Merkmale wie Unterbauchdruck bei der Einatmung auch in Europa in Lehrbüchern beschrieben.

    Ein wichtiger Unterschied liegt darin, dass nach dem „Großem Buch von richtigem Atmen“ von T. Nakamura http://www.lrz.de/~s3e0101/webserver/webdata/NNAU.pdf und anderen Quellen der Unterbauchdruck physikalisch-therapeutisch trainiert wird, d. h. mit Bewusstmachung und Einüben eines Bewegungsablaufes.

    Bei europäischen Büchern über Atemübungen hingegen wird nicht gesagt, dass es auf eine Steigerung des Druckes im Unterbauch mit Bauchmuskelkraft zwecks Verbesserung der „(Ein)atmung ankommt. Der Teufel steckt also im Detail.

     

 

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