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Baby an Bord – und Kokain auch

Freitag, 07.08.2009 von Alexandra

Am Frankfurter Flughafen haben Zollfahnder im Körper einer Frau gut 300 Gramm Kokain entdeckt. Die Frau hatte die Drogen in kleinen Päckchen verschluckt, um das Rauschgift unentdeckt zu transportieren. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass die Frau auch schwanger ist.

Ende Juli ist eine Thailänderin den Zollfahndern am Frankfurter Flughafen aufgefallen. Sie kam aus Brasilien und wollte nach Vietnam weiterreisen. Bei einer Durchleuchtung der Frau stellte sich heraus, dass sie 41 kleine Päckchen in ihrem Körper trug. Auf Flughäfen gibt es für solche Fälle eine Spezialtoilette, in der die ausgeschiedenen Drogenpäckchen aufgefangen werden. Diese kam auch bei der 30-jährigen Thailänderin zum Einsatz.

Ein Richter ordnete Untersuchungshaft an, woraufhin die Frau in ein Frankfurter Krankenhaus kam, in dem sie unter Aufsicht die restlichen Drogenpäckchen ausgeschieden hat. Im Krankenhaus stellte sich bei einer Untersuchung auch heraus, dass die Frau schwanger ist. Sie will aber selbst von ihrer Schwangerschaft nichts gewusst haben.

Normalerweise sollten Röntgenstrahlen gerade in der frühen Schwangerschaft vermieden werden, da sie den Embryo schädigen können. Natürlich hätte das Baby auch unter einem geplatzten Kokainpäckchen gelitten, und zwar noch mehr als unter Nikotin oder Alkohol während der Schwangerschaft.

Das so genannte Body Packing ist eine seit Jahren bekannte Schmuggelmethode. Dabei schlucken die Drogenkuriere freiwillig oder unter Druck kleine Päckchen mit Drogen, die sie beim Empfänger abliefern müssen. Immer wieder sterben solche Drogenkuriere, weil die Päckchen platzen und der Kurier sich so mehr oder weniger unwissentlich vergiftet.


 

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