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Grippe erhöht Schizophrenie-Risiko

Mittwoch, 10.06.2009 von Alexandra

Amerikanische Wissenschaftler haben eine Verbindung zwischen dem Auftreten von Schizophrenie und Grippe erkannt. Demnach ist das Risiko für diejenigen Menschen höher, deren Mütter während der Schwangerschaft mit bestimmten Grippeviren in Kontakt gekommen sind.

Wie das Online-Portal NetDoktor.de berichtet, hat Dr. Lauren Ellman von der Columbia University in New York den schon länger vermuteten Zusammenhang mit statistischen Daten belegen können. Wie genau die Grippeviren des Typs Influenza B dafür sorgen, dass die Kinder ein höheres Schizophrenierisiko haben, ist allerdings noch nicht geklärt.

Die Entdeckung wurde möglich, weil Forscher in den 50er und 60er Jahren Schwangeren Blutproben entnommen und anschließend die gesundheitliche Entwicklung der Kinder beobachtet haben. Laut der Wissenschaftler lässt sich beobachten, dass von den mit Grippeviren in Kontakt gekommenen Kinder, diejenigen im Alter von sieben Jahren “kognitive Probleme” zeigten, die später im Leben eine psychische Störung entwickelten.

Die Erkenntnisse der Forscher lassen darauf schließen, dass bestimmte genetische Veranlagungen oder Umweltfaktoren dazu führen, dass das Gehirn des Kindes überhaupt erst anfällig für den Einfluss der Grippeviren ist.

Die allermeisten Babys, deren Mütter während der Schwangerschaft Grippeviren ausgesetzt waren, entwickeln allerdings später keine Schizophrenie.

Schizophrenie ist eine psychische Störung, die das Denken und die Wahrnehmung der betroffenen Personen beeinflusst. Typische Symptome sind, unter anderem, Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Schlafstörungen und eingeschränkte Denkfähigkeit.


 

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