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Impfung trotz Schwangerschaft?

Montag, 08.03.2010 von Alexandra

Impfungen in der Schwangerschaft – ja oder nein? Die Antwort: kommt immer darauf an! Zwar werden Ärzte versuchen, während der Schwangerschaft keine Impfungen zu verabreichen, in manchen Fällen ist es aber einfach nötig. Und ob eine Impfung während der Schwangerschaft gefahrlos möglich ist, hängt immer auch vom Impfstoff und dem Zeitpunkt ab.

Bei Impfungen kommen zwei unterschiedliche Typen von Impfstoffen zum Einsatz: Lebendimpfstoffe und Totimpfstoffe. Lebendimpfstoffe enthalten lebendige, aber abgeschwächte Krankheitserreger. Um zu vermeiden, dass diese lebenden Keime auf das Kind übertragen werden, werden Schwangere nicht mit diesen Impfstoffen geimpft.

Gelegentlich kommt es natürlich dazu, dass eine Frau geimpft wird, deren Schwangerschaft noch nicht festgestellt wurde. Auch in solchen Fällen kam es nicht zu Erkrankungen der Kinder, wie das Deutsche Grüne Kreuz in seinem Gesundheitsbrief des Monats März berichtet. Es besteht also kein Grund zu Panik, wenn während der Schwangerschaft sozusagen versehentlich gegen Röteln geimpft wurde, bestätigt auch Dr. Elmar Breitbach von wunschkinder.net.

Mit Lebendimpfstoffen wird gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken geimpft.

Totimpfstoffe enthalten im Gegensatz dazu keine lebenden Krankheitserreger, sondern nur Bruchstücke. Schon diese Teile reichen dem Immunsystem, um die Keime kennen zu lernen und eine Verteidigung gegen sie aufzubauen.

Impfungen mit Totimpfstoffen sind während der Schwangerschaft möglich, allerdings achtet die Ärztin meist darauf, sie nicht im ersten Schwangerschaftsdrittel zu verabreichen. Obwohl diese Impfungen als ungefährlich gelten, werden sie trotzdem meist nur dann gegeben, wenn ein erhöhtes Ansteckungsrisiko besteht. Typisches Beispiel dafür ist die Tetanus-Impfung nach einer entsprechenden Verletzung.

Mit Totimpfstoffen wird neben Tetanus (Wundstarrkrampf) auch gegen Diphtherie, Hepatitis A und B, Grippe, Keuchhusten, Kinderlähmung (Polio), Meningokokken, Pneumokokken und Tollwut geimpft.

Das Deutsche Grüne Kreuz betont, dass auch der Impfschutz der direkten Umgebung, also der Familie und der engsten Freunde, ein guter Schutz für die Schwangere und das ungeborene Kind sind.

Prinzipiell sollte vor jeder geplanten Schwangerschaft der Impfschutz geprüft und gegebenenfalls aufgefrischt werden, vor allem gegen Krankheiten die das Kind schädigen können, wie Röteln, Windpocken und Keuchhusten.


 

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  • Impfung trotz Schwangerschaft? | 8.03.2010 um 11:42

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