Christian Kahrmann er ist seit Jahren nicht mehr aus der deutschen Film- und TV-Szene wegzudenken. Sein Repertoire reicht von Komödien wie “Das beste Stück” oder “Bang Boom Bang” über Thriller wie “Ratten – Sie werden dich kriegen” bis zu Dramen wie “Das Wunder von Lengede”.
In internationalen Produktionen überzeugte Christian Kahrmann die Zuschauer ebenso wie seine hochkarätigen Schauspielkollegen, etwa Bruce Willis und Colin Farrell in “Das Tribunal” oder auch Christian Bale und Emily Watson in “Equilibrium”.
Aktuell ist Christian Kahrmann mit Nadja Uhl und Devid Striesow in “So glücklich war ich noch nie” im Kino zu sehen. In der Tragikomödie geht es um einen haftentlassenen Betrüger, der sich in eine Prostituierte verliebt.
Zur Zeit lebt der 1972 in Köln geborene Schauspieler mit seiner Lebensgefährtin Sandya Mierswa und Tochter Madita in Berlin. Das Paar hat vor kurzem eine Massagepraxis für Schwangere eröffnet.
Grund genug für uns, ihm ein paar Fragen zu stellen!
Interview mit Christian Kahrmann
Wie sind Sie darauf gekommen, gerade eine Praxis für Schwangerenmassage zu eröffnen?
Erst einmal – damit hier kein falscher Eindruck entsteht – ist meine Freundin Sandya Mierswa der Chef vom Ganzen. Sie hatte auch die Idee dazu. Ich habe mir sozusagen das erste “Aktienpaket” gesichert und hier und da etwas mitgeholfen.
Sie hat in ihrer eigenen Schwangerschaft oft Rückenschmerzen, Wasser in den Beinen usw. – halt das ganze Programm, das Schwangere so durchmachen müssen. Als gelernte Physiotherapeutin empfand sie es gerade hier im Prenzlauer Berg (den man ja im Volksmund “Pregnant Hill” nennt …) als Manko, dass es kein umfassendes Therapie- und Wellnessangebot speziell für Schwangere gibt.
So ist die Idee zu “Mamunette” entstanden. Natürlich sind alle Nichtschwangeren sowie Männer bei uns auch jederzeit gerne willkommen!
Was bietet Mamunette außer Massage für Schwangere noch an?
Speziell für Schwangere und Mütter bieten wir Manuelle Lymphdrainage für Schwangere (prä- und postnatal), Babymassage, Schwangerenyoga, Cantienica-Rückbildung, Erste-Hilfe-Kurse für Säuglinge, Kinderyoga sowie Pediküre an.
Das Angebot wird aber zukünftig noch um einige weitere Dinge erweitert. Mehr dazu kann man dann auf www.mamunette.de nachlesen.
Gerade der Anfang ist für neue Unternehmen und Angebote oft schwer – hilft Ihnen da der “Promi-Bonus”? Oder befürchten die Leute eher, dass bei Ihnen nur Stars massiert werden?
Nein, ich glaube da gibt es zum Glück keine Berührungsängste.
Bisher kommen Leute zu “Mamunette” wegen des ansprechenden Angebots. Das ist ein sehr schönes Feedback das wir bis jetzt bekommen.
Natürlich ist jedes Projekt dieser Art am Anfang kein Selbstläufer, man muss viel werben und die Trommel rühren. Speziell hier in Berlin gibt es ja sehr viel Praxen für alle Formen von Therapien. Aber ich bin überzeugt, dass die Qualität der Behandlungen sowie die schöne Atmosphäre bei “Mamunette” für sich sprechen werden.
Da steht eher im Hintergrund, dass ich der Freund der Chefin bin. Ab und zu mache ich den Latte Macchiato für die Kunden aber auch mal selbst – das ist dann nämlich mein Spezialgebiet!
Sie sind seit einiger Zeit selbst Vater. Wie hat das Ihr Leben verändert?
Mein Leben hat sich sehr geändert. Es ist das Schönste was einem im Leben passieren kann. Irgendwie empfinde ich die Zeit davor nur so als eine Art “Probelauf”. Wenn ich jeden Tag in das Gesicht unserer kleinen Madita gucke, sehe ich den absoluten Sinn im Leben. Viele Sachen haben sich für mich relativiert, die ich früher sehr viel enger gesehen habe.
Natürlich ist man auch oft müde und man macht alle möglichen schwierigen Phasen durch. Aber das steht in keinem Vergleich dazu, was man vom Kind zurückbekommt. Sie merken schon, ich bin soooo stolz.
Wie bekommen Sie Familie und Beruf unter einen Hut? Ist das für Schauspieler leichter oder schwerer als für andere Berufstätige?
Das kommt ganz drauf an: Ich bin natürlich zeitweise mehr zuhause als übliche Berufstätige. Aber ich muss ja dafür auch oft für längere Zeit in andere Städte oder sogar ins Ausland. Da muss man sich dann schon auch sehr gut absprechen bzw. muss man arrangieren, dass man sich oft genug sieht. Das resultiert dann meistens darin, dass meine Freundin mich mit Madita beim Drehen besuchen kommt. Jetzt wo wir “Mamunette” eröffnet haben wird das natürlich auch noch etwas komplizierter.
Bild mit freundlicher Genehmigung von www.aedt.de






[...] dem Viertel, das einmal für seine Kreativität berühmt war, in den letzten Jahren jedoch eher als “Pregnant Hill” Schlagzeilen macht. Jetzt hat sich das Ausland bis wahrscheinlich Dezember 2009 eine verdiente [...]