Viele Schwangere kennen das: Gerade ist die Schwangerschaft so weit fortgeschritten, dass jede Bewegung beschwerlich wird, da schlägt der Nestbautrieb voll zu. Schließlich ist es jetzt höchste Zeit, das Babyzimmer einzurichten.
Aber auch allgemein könnte die Wohnung doch noch ein bisschen Farbe vertragen, und neue Vorhänge müssten schon längst mal her, der Teppichboden könnte auch mal gereinigt werden, die Möbel wären umgestellt doch viel praktische, und die die abgesplitterten Kanten an den Türen der Küchenschränke kann man dem Baby doch unmöglich zumuten …
Verwandte und Bekannte sehen das oft mit einem Lächeln und nicken wissend: “Der Nestbautrieb halt!” Das ist vollkommen in Ordnung, wenn sie der Schwangeren dann wenigstens beim Einrichten des Babyzimmers helfen. Viele machen sich nämlich Gedanken, weil schweres Heben, Arbeiten über Kopf wie beim Deckenstreichen, oder das Stehen auf einer Leiter für eine Schwangere nicht angebracht erscheinen, und es oft natürlich auch nicht sind.
Ebenso schädlich sind aber auch die Dämpfe, die gerade von frischer Farbe ausgehen. In der Schwangerschaft gilt hier noch mehr als im “Normalzustand”: Nur in ausreichend gelüfteten Räumen arbeiten!
Am allerbesten ist es aber, wenn die Schwangere selbst hier gar nicht Hand anlegt, sondern das jemanden anders erledigen lässt. Die eingeatmeten Dämpfe von Farben können sich auf das Immunsystem eines Kindes schädlich auswirken, wie das Familienportal urbia.de berichtet.
Generell kann aber gerade der Drang, für das Baby alles möglichst neu anzuschaffen, schädlich sein – für die Eltern, vor allem aber auch für das ungeborene, später auch das neugeborene Kind. Frische Farben, neue Möbel und Teppiche, all diese Gegenstände können Chemikalien ausdünsten, die durchaus gefährlich sein können. Nicht umsonst empfehlen viele Experten schon länger, dass das Babyzimmer möglichst mit gebrauchten Möbeln, also etwa Babybett oder Wickelkommode, eingerichtet werden sollte. Das kann noch dazu enorme Kosten einsparen!
Lehnen Sie also geschenkte Babymöbel und Kinderkleidung nicht ab, nur weil die Gegenstände gebraucht sind. Solange die Möbel den Sicherheitsansprüchen genügen, sind sie für jedes Kind gut genug – auch wenn sie vielleicht nicht mehr ganz so makellos aussehen.
Wer noch mehr zum Thema sicherer Nestbau erfahren will, kann sich auf der Seite Nestbau der europäischen Frauenorganisation Women in Europe for a Common Future (WECF) informieren. Hier finden Sie zahlreiche Informationen zum Thema Renovieren und Möbel und wie das Leben des Babys sicher und gesund gestaltet werden kann.
Was habt ihr getan, damit ihr zwar ein neues Babyzimmer habt, aber die Schadstoffbelastung möglichst gering war? Wir sind gespannt auf eure Tipps und Tricks!






[...] jedenfalls nicht mehr aus den Augen… ich warte jederzeit auf den Anruf Apropos Putzen. Der Nestbautrieb hat in den letzten Wochen voll durchgeschlagen und als guter angehender Vater bedeutet das [...]