Schwangere Frauen haben im Vergleich zu nicht-schwangeren Frauen ein deutlich erhöhtes Thromboserisiko. Frauenärzte weisen deshalb darauf hin, dass Schwangere besonders auf die ersten Symptome eine Thrombose achten müssen.
Thrombosen sind Blutgerinnsel, die sich mit Vorliebe in den geräumigen Beinvenen bilden. Wenn sie sich ganz oder teilweise von den Gefäßwänden lösen, können sie vom Blutstrom mitgerissen und in andere Körperteile gespült werden. Irgendwann bleiben sie dann stecken und verstopfen das betroffene Blutgefäß. Das betroffene Organ oder Körperteil wird mit weniger Blut und damit auch mit weniger Sauerstoff versorgt. Die Veränderung des Hormonhaushaltes fördert bei Schwangeren die Bildung von Blutgerinnseln.
Zu den ersten Symptomen einer Thrombose kann es gehören, wenn ein Bein anschwillt, schmerzt oder sich rötlich oder bläulich verfärbt. Die Schmerzen können bei der Hochlagerung des betroffenen Beins besser werden. Treffen diese Anzeichen zu, sollten Schwangere sofort beim Arzt abklären lassen, was dahinter steckt.
Besonders hoch ist das Risiko für eine Thrombose übrigens dann, wenn bei einer früheren Schwangerschaft schon einmal eine Thrombose aufgetreten ist. Weitere Risikofaktoren sind Bewegungsmangel und Übergewicht. Das Risiko lässt sich durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Bewegung und gegebenenfalls das Tragen von Kompressionsstrümpfen auch senken.
Lungenembolien nach Thrombosen gehören zu den häufigsten Todesursachen in der Schwangerschaft und auch noch im Wochenbett. In der Schwangerschaft ist das Risiko einer Thrombosenbildung viermal höher als bei einer nicht-schwangeren Frau. Frauen die die Pille nehmen, haben ebenfalls ein erhöhtes Thrombose-Risiko, vor allem nach Operationen.






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