Ein interessantes Projekt zur Vermeidung von Frühgeburten hat sich die Krankenkasse DAK in Schleswig-Holstein ausgedacht. Durch eine intensivere Betreuung will die Krankenkasse Frühgeburten und damit natürlich auch hohe Kosten vermeiden.
Im Rahmen des Versorgungsvertrages “Willkommen Baby” sollen Ärzte und Krankenversicherung intensiver zusammenarbeiten, um Frühgeburten verhindern zu können. Dabei geht es natürlich nicht allein um die enorme seelische Belastung für die betroffene Familie, deren frühgeborenes Kind möglicherweise lebenslang unter körperlichen Schäden leiden wird. Es geht vor allem auch darum, der Krankenkasse die enorm hohen Kosten in Höhe von bis zu 120.000 Euro zu ersparen, die die Behandlung von Frühchen verschlingen kann.
Zu den Vorbeugemaßnahmen gehören beispielsweise kostenlose Testhandschuhe, mit denen die Schwangeren selbst untersuchen können, ob ihre Scheidenflora verändert ist. Das ist wichtig, denn Infektionen der Scheide während der Schwangerschaft gehören zu den häufigsten Auslösern von Fehlgeburten. Zudem werden den Schwangeren zusätzliche Ultraschalluntersuchungen bezahlt, ebenso wie ein Test auf Schwangerschaftsdiabetes. So soll eine drohende Fehlgeburt schon möglichst früh erkannt werden.
Zum Versorgungsvertrag gehören auch umfassenden Informationsangebote für Schwangere, die beispielsweise auch Themen wie Ernährung und Risikofaktoren wie Alkohol und Rauchen umfassen.
Sollte es aber doch trotz aller Vorsorge zu einer Frühgeburt kommen, will der Versorgungsvertrag erreichen, dass die Versorgung des Frühchens so gut wie möglich ist. Deswegen sind auch Kooperationen mit Kliniken geplant, die in der Versorgung von Frühgeborenen erfahren und kompetent sind.
Die zusätzlichen Kosten scheinen sich tatsächlich zu lohnen: Immerhin hat die DAK die “Willkommen Baby”-Versorgungsverträge vorher schon in verschiedenen anderen Bundesländern abgeschlossen, etwa in Sachsen-Anhalt, Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg und Hessen.






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