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Vitamin D: Beugt es MS vor?

Donnerstag, 11.02.2010 von Alexandra

Möglicherweise können schwangere Frauen dafür sorgen, dass ihre Kinder später nicht an Multipler Sklerose erkranken. Nach einer amerikanischen Studie reicht es schon, wenn die Frauen während der Schwangerschaft viel Vitamin D zu sich nehmen.

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung des Gehirns und des Rückenmarks. Der eigentliche Grund für die Krankheit ist noch unbekannt, obwohl sie zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen gehört, die vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auftaucht. Bekannt ist allerdings, dass sich bei dieser Autoimmunerkrankung das Immunsystem des Körpers gegen die eigenen Nerven wendet und so Entzündungen auslöst.

Die ersten Symptome treten meist schon im Teenageralter auf. Es kommt zu so genannten Krankheitsschüben, bei denn Nervenentzündungen Schmerzen, Lähmungen oder Empfindungsstörungen. Typisch für MS sind Sehstörungen, abnehmende Sehschärfe und auch Störungen der Augenbewegungen. Entgegen der weit verbreiteten Vorurteile führt diese unheilbare Krankheit aber nicht zwangsläufig in allen Fällen zu schwerster körperlicher Behinderung und ist auch kein Todesurteil.

Zu Beginn der Krankheit klingen diese Schübe meist noch völlig ab, später kann es zu anhaltenden Beschwerden kommen. Es gibt allerdings auch eine kontinuierliche Verlaufsform ohne Schübe, bei der die Krankheit nach ihrem Beginn einfach immer schlimmer wird.

Amerikanische Forscher sind nun anhand von Umfrage-Ergebnissen überzeugt, dass Kinder von Schwangeren, die während der Schwangerschaft viel Vitamin D zu sich genommen haben, seltener an MS erkranken als Kinder von Frauen mit geringerer Vitamin-D-Aufnahme.

Die Wissenschaftler der Harvard School of Public Health haben die Daten von 35.000 Müttern und ihren Kindern ausgewertet, die über 16 Jahre hinweg beobachtet wurden. Wenn die Mütter in der Schwangerschaft viel Milch getrunken haben oder Vitamin-D-Präparate einnahmen, erkrankten die Kinder deutlich seltener an MS, berichtet das Gesundheitsportal NetDoktor.

Anders als bei uns gibt es in den USA mit Vitamin D versetzte Milch. Allerdings ist der Bedarf an dem Vitamin, auch der erhöhte Vitaminbedarf während der Schwangerschaft,  mit einer normalen, ausgewogenen Ernährung zu decken. Der Körper kann Vitamin D sogar selbst herstellen, braucht dazu allerdings Sonnenlicht.


 

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