Wir wissen alle, dass Stillen unzählige Vorteile für das Baby hat: Die Muttermilch ist perfekt auf seine Bedürfnisse abgestellt und enthält Stoffe die das Kind vor Krankheiten schützen können. Eine Frau kann ihr Kind praktisch jederzeit und überall stillen, ohne Vorbereitungen, ohne Ausrüstung.
Es gibt aber auch für die Mutter einen deutlichen Nutzen: Wie die Süddeutsche Zeitung online berichtet, verringert das Stillen die Beschwerden von an Migräne leidenden Frauen. Wie Dr. Christian Albring, der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V. meint, bessern sich die Beschwerden oft schon während der Schwangerschaft. Besonders nach den ersten drei Monaten sind die Frauen durch einen gleich bleibend hohen Östrogenspiegel beschwerdefrei. Nach der Geburt lasse sich durch das Stillen der gleiche Effekt erzielen.
Kopfschmerzen während der Schwangerschaft sollte dagegen möglichst ohne Medikamente begegnet werden, um eine Belastung des Kindes zu vermeiden. Viele Wirkstoffe sind plazentagängig, geraten also über die Plazenta auch in den Körper des Kindes. Besser sei es, Migräneattacken mit Magnesium vorzubeugen und Schmerzen mit Akupunktur oder Entspannungstechniken zu bekämpfen. Sind doch Medikamente nötig, sollte die Schwangere dies stets mit ihrem Arzt absprechen.
Albring weist nochmals auf die Empfehlung der Nationalen Stillkommission hin, das Baby während der ersten sechs Monate ausschließlich zu stillen. “Aber auch teilweises oder kürzeres Stillen ist aus heutiger Sicht besser als gar nicht zu stillen”, meint Albring.
Beim Stillen hat sich die Natur ganz offensichtlich einiges gedacht – das Kind wird optimal ernährt, es wird vor Krankheiten geschützt, die Bindung zwischen Mutter und Kind wird noch inniger, alle möglichen Krankheitsrisiken sind nach neuesten Forschungen bei gestillten Kindern niedriger (z.B. Asthma), Stillen soll vor Übergewicht später im Leben schützen, und hält es wohl auch noch die Migräne der Mutter in Schach – in einer Zeit, in der sie sowieso möglichst wenig Medikamente nehmen sollte! Und wenn die Hersteller von Babynahrung noch so viel forschen – so ein Wunderprodukt kriegen sie wohl nie hin!





