Muttermilch ist ein legendäres Nahrungsmittel, das wissen wir inzwischen alle. Dieses Nahrungsmittel wird immer besser erforscht, und nun haben australische Wissenschaftler etwas Neues entdeckt: Muttermilch enthält Stammzellen. Das berichtet aktuell Welt online.
Stammzellen sind Körperzellen, die sich in verschiedene Körpergewebe entwickeln können. Sie sind deswegen in Forschung und Medizin besonders begehrt, denn sie können schon heute teilweise Krankheiten heilen. So kann etwa Leukämie mit Stammzellen eines anderen Menschen geheilt werden, die nicht die gleiche erbliche Veranlagung zum Blutkrebs haben.
Bei vielen schweren und bisher unheilbaren Krankheiten versprechen sich Mediziner von Stammzellen neue Therapiemöglichkeiten und Heilungsansätze. Freilich sind noch nicht alle Mechanismen genau erforscht, die die Stammzellen dazu bringen, sich zu der gewünschten bzw. nötigen Zellart zu entwickeln. Das hindert Forscher aber nicht daran, aus allen möglichen Geweben Stammzellen zu züchten bzw. zu gewinnen, sei es nun aus Haut, aus Fettgewebe oder aus dem Nabelschnurblut von Neugeborenen.
Jetzt haben Wissenschaftler aus Perth herausgefunden, dass Muttermilch ebenfalls Stammzellen enthält, und zwar gleich drei verschiedene Typen davon. Dies gaben sie bei einem UNICEF-Kongress zur Säuglingsentwicklung bekannt.
Die Australier erhoffen sich durch die Muttermilch-Stammzellen wichtige Fortschritte bei der Behandlung beispielsweise von Diabetes oder auch von Rückenmarksverletzungen, wie etwa bei einer Querschnittslähmung.
Andere Forscher sind da zwar kritischer, aber immerhin ist eines klar: Muttermilch ist sogar noch besser als angenommen – auch wenn noch niemand weiß, warum sie Stammzellen enthält und wie diese dem Baby beim Stillen nützen können.
Unberührt davon bleiben natürlich die Tatsachen dass Stillen nicht nur für die Ernährung des Babys Vorteile bietet. Durch die Ausschüttung von Hormonen wird auch die Mutter-Kind-Bindung gestärkt und bei der Mutter die Rückbildung nach der Entbindung unterstützt.





