Basteln und Malen ist für Kinder nicht nur ein ausgezeichneter Zeitvertreib. Es schult auch ihre Motorik, ihr Vorstellungsvermögen, und oft auch ihre kommunikativen Fähigkeiten.
Zum Basteln eignet sich prinzipiell alles, was nicht für das Kind gefährlich ist, also etwa scharfkantig, giftig oder leicht zerbrechlich. Spezielle Läden führen eine Vielzahl von Bastelmaterialien, wie spezielle Papiere, Moosgummi, Perlen, Bänder, Pfeifenreiniger, Knetmassen, Textilien und Kleinteilen aus Metall, Glas, Holz oder Kunststoff.
Auch Gegenstände des täglichen Lebens können verbastelt werden, wie Verpackung aller Arten, Wäscheklammern, Wein- oder Kronenkorken usw. Beliebte Rohstoffe liefert die Natur: Steine, Schneckenhäuser, Äste, Früchte, Samen und vieles mehr.
Komplexere Basteleien wie etwa Origami sind für ältere Kinder geeignet, deren Motorik sich schon weit genug entwickelt hat und die über genug Geduld verfügen.
Zum Basteln können auch Stricken, Häkeln und Nähen gerechnet werden, also die klassischen Handarbeiten, ebenso wie Holzsägearbeiten, Schnitzen und Metallarbeiten, die typischen Tätigkeiten im Werkunterricht.
Die erste "Bastelaktion" ist für die meisten Kinder das Malen – am Anfang mit Fingerfarben auf ein großes Blatt Papier. Sobald sie ihre Hände etwas mehr im Griff haben, können sie auch vorbereitete bunte Papierschnipsel auf ein Blatt aufkleben, natürlich nur mit ungiftigem Klebstoff.
Ab dem zweiten Lebensjahr können Kinder schon gut mit Knetmasse spielen und basteln. Das Kneten, Zerteilen und Formen fördert dabei ihre Motorik und ihre sensorischen Wahrnehmung. Knetmasse wird deswegen sogar bei Therapien für Motorik- oder Sprachstörungen eingesetzt. Vorstellungskraft und Kreativität werden ebenfalls angeregt.


