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Babyschwimmen

Babyschwimmen ist der ein bisschen irreführende Name für Kurse, in denen Babys im Wasser ihre Bewegungsmöglichkeiten kennenlernen können. Erfunden wurde das Babyschwimmen in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrtausends. Heute wird Babyschwimmen fast überall da angeboten, wo es auch Wassergymnastik für Erwachsene gibt.

 

Die Idee des Babyschwimmens entstand, da man davon ausging, dass Wasser sozusagen der natürliche Lebensraum des Babys ist – schließlich verbringt es die ersten neun Monate seines Lebens im Fruchtwasser. Die Annahme lag also nahe, dass die schlängelnden Bewegungen von Babys natürliche Schwimmbewegungen sind.

Auch der Tauchreflex des Babys scheint diese Theorie zu unterstützen. Dieser Reflex sorgt dafür, dass die Atmung eingestellt, der Herzschlag verlangsamt und der Kreislauf auf das nötigste zurückgenommen wird. So wird Einatmen von Wasser vermieden, und nur die lebensnotwendigen Organe verbrauchen noch Sauerstoff.

Der Tauchreflex wird sehr wahrscheinlich ausgelöst, wenn die Haut im Mund- und Nasenbereich mit Wasser in Berührung kommt, vor allem mit kaltem Wasser. Dieser Reflex erklärt, warum es zum Beispiel immer wieder vorkommt, dass Kinder es überleben, wenn sie im Winter im Eis einbrechen und über einige Zeit unter Wasser sind. Andersherum sorgt dieser Reflex auch dafür, dass Kinder bei Wassergeburten erst dann zu atmen beginnen, wenn kein Wasser mehr ihr Gesicht berührt. Der Tauchreflex nimmt nach dem dritten Lebensmonat ab und verschwindet bis zum sechsten Lebensmonat vollkommen.

 

Im Idealfall ist Babyschwimmen eine Möglichkeit für Baby und Eltern, zusammen im Wasser Spaß zu haben. Darüber hinaus soll es die motorischen Fähigkeiten des Kindes schulen, die Bewegungsfreude anregen und wohltuend auf Herz und Kreislauf wirken. Anders als oft vermutet wird, ist das Schwimmen lernen nicht das Ziel des Babyschwimmens! Es macht Kinder aber vertraut mit dem Wasser, so dass sie später oft sehr viel schneller schwimmen lernen.

Mit dem Babyschwimmen sollte man frühestens ab dem zweiten Lebensmonat beginnen. Das Kind sollte sein Köpfchen schon selbst halten können. Das Wasser sollte leicht gechlort sein, um die Zahl der Krankheitskeime zu verringern. Eine Temperatur von etwa 33°C ist ideal, trotzdem sollte das Baby nicht länger als etwa eine halbe Stunde im Wasser planschen, damit es nicht auskühlt. Natürlich sollte das Baby gesund sein, bei verstopften Atemwegen etwa wird es keine Freude am Babyschwimmen haben.

 
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