Das Baby ist jetzt vier Monate alt, und seit der Geburt hat sich viel getan. Das Kind kann sich in der Bauchlage auf die Unterarme stützen und den Kopf heben. Im Sitzen kann es den Kopf jetzt allein halten.
Außerdem betrachtet das Baby jetzt seine Hände und Finger oft, lange und ausgiebig und spielt mit ihnen. Es fängt an, gezielt nach Gegenständen zu greifen. Mit sechs bis sieben Monaten kann es sogar schon kleinere Gegenstände greifen und sie von einer Hand in die andere geben.
Weniger gut als mit dem Greifen klappt es anfangs mit dem Loslassen. Noch zum Ende des ersten Lebensjahres werden Babys Gegenstände oft nur los, indem sie heftig mit Händen und Armen fuchteln, so dass das Spielzeug oder der Löffel in hohem Bogen durch die Gegend fliegt. Auch wenn das mehrmals hintereinander passiert, und die Eltern den Gegenstand immer wieder aufheben müssen: Es ist kein Machtkampf, bei dem das Kind versucht, die Eltern zu manipulieren. Es ist anfangs einfach nur schwer, Dinge gezielt loszulassen.
Sobald das Kind das Greifen entdeckt, will es buchstäblich alles Mögliche anfassen und im eigentlichen Sinne des Wortes begreifen. Darum sollte man Babys auch so viele unterschiedliche Gegenstände wie möglich geben – natürlich nur ungefährliche! Je mehr Formen und Materialien das Kind kennenlernen kann, desto besser ist es.
Manche Kinder bevorzugen sogar in diesem Alter schon deutlich die rechte oder die linke Hand. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass das Kind Linkshänder ist, muss es aber nicht.
Keinesfalls sollte man das Kind dazu anhalten, die rechte statt der linken Hand zu nehmen. Abgesehen davon, dass ein Baby es nicht versteht, kann eine erzwungene Umstellung zu Entwicklungsstörungen und später zu Problemen in der Schule führen.


