Ab dem neunten Monat können die meisten Babys robben oder krabbeln. So können sie sich zu fast allem hinbewegen, was sie interessiert. Für die Eltern bedeutet das, dass sie das Kind ab jetzt praktisch nicht mehr aus den Augen lassen können.
Viele Kinder robben oder kriechen übrigens nicht, sondern suchen sich eine andere Art der Fortbewegung, beispielsweise das Rollen. Bis zu 15% aller Babys robben oder kriechen gar nicht, und überspringen diese Phase komplett. Sie fangen einfach direkt zu laufen an.
Jetzt wird es besonders wichtig, dem Kind einen sicheren Freiraum zu schaffen, in dem es sich bewegen kann, ohne sich dabei irgendwie weh zu tun. Spätestens jetzt sollten also alle möglichen Fallen aus der Wohnung verschwunden sein. Lose herumliegende Kabel, Bodenvasen, Zimmerpflanzentöpfe mit für das Kind zugänglicher Erde – all das muss weggeräumt oder kindersicher gemacht werden.
Es ist wichtig, dass das Kind sich viel bewegen kann. Nur so kann sich seine gesamte Grobmotorik entwickeln und das Kind seinen Körper wirklich kennenlernen. Da bleibt es natürlich nicht aus, dass es auch mal hinfällt. Babys sind aber überraschend hart im Nehmen, und nach dem ersten Schrecken versiegen die Tränen meist sehr schnell – und das Kind krabbelt unerschrocken weiter. Falls es doch einmal zu einer kleinen Verletzung kommt, sind ein Pflaster und ein dicker Kuss normalerweise als Erste Hilfe ausreichend.
Spaß macht es Babys in diesem Alter, wenn sie über Hindernisse krabbeln und klettern können. Ideal geeignet als Hindernisse sind die Eltern, wenn sie sich auf den Boden legen oder setzen.
Auch Fang-Spiele im Krabbeln machen Eltern und Kinder gleichermaßen Spaß, obwohl Eltern erfahrungsgemäß nicht so lange krabbeln können wie Babys.


