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Wenn das Baby Sprechen lernt

Die meisten Kinder beginnen schon zwischen sechs und acht Monaten damit, die ersten Wörter und Silben nachzusprechen. Die ersten Worte, an denen sie sich versuchen, sind oft Mama oder Papa. Das sind nicht nur Wörter mit großer Bedeutung für das Kind, sie sind praktischerweise auch einfach auszusprechen. Sowieso gefällt es Babys, Silben zu verdoppeln und zu wiederholen. Daraus wird das typische Baby-Lallen, das der erste Einstieg ins Sprechen ist.

 

Wie bei vielen anderen Entwicklungsbereichen ist auch der Beginn des Sprechens bei Babys vollkommen unterschiedlich. Zwar beginnen die meisten Kinder im Alter von 12 bis 18 Monaten zu sprechen, aber es gibt immer wieder Individualisten, die schon mit acht Monaten ihr erstes Wort sprechen, oder die mit knapp drei Jahren von einem Tag auf den anderen praktisch normal sprechen.

Manchmal scheint das Sprechen lernen auch zum Stillstand zu kommen. Oft ist der Grund einfach, dass das Kind gerade mit etwas anderem beschäftigt ist, beispielsweise dem Laufen lernen. Auch der "normale" Ablauf des Spracherwerbs ist nur ein grober Anhalt. Hier hat wirklich jedes Kind sein eigenes Tempo.

Alles was Eltern mit dem Kind machen, sollte von Sprache begleitet werden. Ob man ihm nun erzählt, was genau man beim Wickeln macht, oder beim Spielen alles mit Kinderreimen begleitet – je mehr Sprache dem Kind angeboten wird, desto besser kann es schließlich seine eigenen Erfahrungen beschreiben.

Sobald das Baby die ersten Laute von sich gibt, kann man auch unbeschwert in der Babysprache antworten – das macht dem Kind viel Spaß, und für richtige Wörter und Grammatik ist später auch noch Zeit. Wenn das Kind aber ernsthaft anfängt zu sprechen, sollten die Eltern die Babysprache aufgeben und normal mit dem Kind sprechen.

Beibringen können Eltern ihren Kindern das Sprechen nicht. Kinder lernen die Sprache auf komplett andere Weise als Erwachsene das tun würden. Die Sprachentwicklung kann aber sehr unterstützt werden, indem die Eltern einfach viel mit dem Kind sprechen und es auch auffordern, sich selbst an Sprache heranzuwagen.

 

Das Kind braucht Vorbilder, von denen es sich die Sprache abhören kann; und es braucht Kommunikationspartner, damit es merkt, dass es sich selbst ausdrücken und verständlich machen kann. Eltern sollten ihrem Kind immer aufmerksam zuhören und auf das Gesagte eingehen. Diese Erfolgserlebnisse ermutigen das Kind, noch mehr zu sprechen und seine Gefühle und Wahrnehmungen auszudrücken.

Wenn ein Kind nicht sprechen will, sollte man es nicht zum Sprechen zwingen, indem man einfach nicht auf seine Gesten oder Gesichtsausdrücke reagiert.

Kinder sollten von Anfang an auf ihre Weise sprechen dürfen, auch wenn es oft noch sehr undeutlich ist.

Um Fehler in der Aussprache und der Grammatik zu korrigieren, sollte man selbst den Satz richtig sagen, aber das Kind nicht dazu nötigen, ihn richtig nachzusprechen.

Manche Aussprachefehler oder beispielsweise Stottern sind in einem bestimmten Alter entwicklungsbedingt. Im Zweifelsfall kann ein Kinderarzt oder ein Logopäde entscheiden, ob wirklich eine behandlungsbedürftige Störung vorliegt.

 
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