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Wenn Babysitter die Kinder hüten

Babysitter machen es möglich, dass auch Eltern ab und zu noch ein Leben außerhalb der Familie führen können – sich mit Freunden treffen, zu zweit Essen gehen, oder auch einfach mal ein langer ruhiger Spaziergang.

 

Dabei sind Babysitter fast nie ausgebildete Fachkräfte, also keine Erzieher oder Pädagogen oder Kindermädchen. In der Regel springen Großeltern, Geschwister, Freunde oder Nachbarn ein, wenn es darum geht, nur einen Abend lang die Kinder zu hüten.

Meist ist das kein Problem, gerade wenn es sich beim Babysitter um Großeltern der Kinder oder um einen Onkel oder eine Tante handelt. Die Kinder sind mit dem Babysitter vertraut, der Babysitter kennt sich im Haushalt der Familie und mit dem Tagesablauf der Kinder gut oder zumindest ausreichend aus, um einen Abend lang auf sie aufzupassen.

Kniffliger wird es, wenn als Babysitter ein relativ Unbekannter oder ein Nachbarskind beauftragt wird. Oft ist Babysitten der Inbegriff einer leichten und anspruchslosen Tätigkeit, in Wirklichkeit trägt aber jeder Babysitter enorme Verantwortung, unabhängig davon ob er nun bezahlt wird oder ob er aus Gefälligkeit die Kinder hütet.

Inzwischen gibt es vor allem in Städten Agenturen, die Babysitter vermitteln. Diese Sitter haben meist einen Kurs belegt, in dem sie Wickeln, Füttern, und die Gruindbegriffe der Ersten Hilfe erlernt haben.

Das kann entweder ein Kurs der Agentur gewesen sein oder einer der zahlreichen Kurse, der von Volkshochschulen oder dem Roten Kreuz angeboten werden. Inhalte dieser Kurse sind neben Erster Hilfe am Kleinkind auch Ernährung, Wickeln, kindliche Verhaltensweisen und die rechtlichen Aspekte der Babysitter-Tätigkeit. Als Beleg für die Teilnahme gibt es am Ende das so genannte Babysitter-Diplom.

 

Egal ob Familie oder Nachbarschaft, ob ungeschult oder mit Diplom, dem Babysitter sollten einige Informationen und Verhaltensregeln an die Hand gegeben werden. So sind die Kinder gut aufgehoben, die Eltern beruhigt, und der Babysitter weiß in allen Situationen was zu tun ist.

Wichtige Informationen und Anweisungen für den Babysitter:

  • Ist das Kind gerade krank? Braucht es bestimmte Medikamente?
  • Hat das Kind ein bestimmtes Einschlafritual?
  • Was darf das Kind essen, bzw. was darf es nicht essen?
  • Was ist zu tun, wenn das Kind aufwacht?
  • Was darf das Kind in der Nacht trinken, wenn es Durst hat?
  • Soll/darf der Babysitter Anrufe entgegennehmen?
  • Darf der Babysitter Fernseher etc. benutzen?
  • Darf der Babysitter sich in Kühlschrank und Küche bedienen?
  • Wie und wo sind die Eltern im Notfall zu erreichen?

Das sollte bereitliegen:

  • Handy-Nummer der Eltern bzw. Nummer des Ortes, wo sie sich aufhalten werden
  • Notrufnummern (Rettungsdienst, Giftnotruf, Feuerwehr)
  • Papier und Stift für Notizen, Rückfragen und Anrufnachrichten
  • Ersatzschlüssel für Wohnung bzw. Haus
  • Bargeld für unvorhergesehene Situationen

Die Frage der Versicherung sollte von Anfang an geklärt sein, schließlich kann auch beim vorsichtigsten und gewissenhaftesten Babysitter mal etwas zu Bruch gehen. Es kann sinnvoll sein zu prüfen, ob in einem solchen Fall die Haftpflichtversicherung der Eltern oder des Babysitters den Schaden trägt.

Noch nicht volljährige Babysitter brauchen für ihre Tätigkeit, gerade wenn sie abends bis nachts stattfindet, die Einwilligung der Eltern.

Wer einen bezahlten Babysitter regelmäßig oder auch nur gelegentlich beschäftigt, muss ihn übrigens auch korrekt anmelden und somit versichern. Mehr Informationen zum Thema Minijob und Haushaltsscheck gibt es bei www.minijob-zentrale.de.

 
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